Ladungssicherung von Rollen

. . . formschlüssig und beförderungssicher

- Aufleger mit Anti-Rutsch-Matten - Aufpolstern von Zwischenräumen - Sicherung von Rollen -

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Im Netzwerk für Ladungssicherung www.lasiportal.de ist in der Sitemap eine Sammlung von Fragen-Antworten-Tipps zusammengestellt.

Alle User/Nutzer des Lasiportal.de können dieses Forum nutzen und über das Kontaktformular an unsere Berater im Lasiportal direkte oder allgemeine Fragen rund um die Ladungssicherung stellen.

Die Leitung des Lasiportals behält sich dabei grundsätzlich vor, die Beiträge unter der Sitemap Ladungssicherung-Fragen-Antworten-Tipps zu veröffentlichen.

Und hier nun die erste Fragestellung eines Users/Nutzers des Lasiportals:

•    In Bild 3 können Sie sehen, wie der Aufleger mit Anti-Rutsch-Matten ausgelegt wird. Diese sind in kleinere Stücke zerschnitten (da sie sich sonst rollen und reißen, wenn eine Palette reingefahren wird) und in 4 Bahnen ausgelegt.
Das auslegen dieser Rutschmatten kostet uns sehr viel Zeit und um effizienter zu werden haben wir vor, diese Anti-Rutsch-Matten in diesen 4 Bahnen fest reinzukleben.
Haben Sie damit schon Erfahrungen wie es mit der Lebensdauer von den Matten in diesem Fall aussieht ? Wenn wir die Matten nämlich nach 2-3 Wochen immer wieder erneuern müssen, bringt uns das nicht weiter.
Vielleicht haben Sie noch eine andere Idee in dieser Hinsicht ? ! Dazu muss ich aber noch sagen, dass gewährleistet sein muss, dass eine Ameise mit Gummirollen drauf fahren kann und von hinten und seitlich be-und entladen werden muss.


Bild 3


Bild 4


Bild 6


Bild 7


Bild 8


zweite Fragestellung

•    Die nächste Sache, die unsere Beladezeiten erheblich steigen lässt, sind das Aufpolstern von Zwischenräumen. Wir sind uns nicht ganz sicher, wie es mit dem Formschluß aussieht. Handelt es sich bei Bild 2 und Bild 5 bei beiden um einen Formschluß?
Das heißt im Prinzip, reicht der Formschluß oben und unten ? Zählen die Bänder um das Gut auch als Formschluß (s. Bild 2) ?
Bei Bild 10 polstern wir den Bereich mit einem Luftkissen (s. Bild 11) aus, ist das notwendig ?


Bild 2


Bild 5


Bild 10


Bild 11


dritte Fragestellung

•    Bei Beladung von Sammelcontainern haben wir kein Problem, da ist der Formschluß zwischen der kompletten Fläche gewährleistet. Nun haben wir aber viele unterschiedlich hohe und dicke Rollen, welche einzeln auf Palette stehen (s. Bild 9, Bild 1).
Wie könnte man diese effizient sichern, damit man sich die langen Beladungszeiten mit Aufpolstern sparen kann?
Dazu muss man sagen, dass alle Rollen, die wie in Bild 9 lose auf der Palette stehen, sehr druckempfindlich sind.


Bild 9


Bild 1



Lasiportal dankt besonders folgenden aktiven Beratern für die kurze und schnelle Beantwortung der Fragen.

1.    Thomas Kühl,  Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW
2.    Johann Simon,  Weiterbildung Simon
3.    Harry Bittner,  Verkehrsinstitut Altenburg
4.    PHK Stephan Bode,  Autobahnpolizei Münster
5.    Informelle Beantwortungen der Fragen

Eine Garantie auf Richtigkeit und Vollständigkeit der Antworten wird nicht übernommen. Hinweise, Bemerkungen, Kritik sind natürlich erwünscht!

Nachfolgend können Sie die Antworten unserer "Berater im Lasiportal" nachlesen:

1. Berater Thomas Kühl

Thomas Kühl ID 41 Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW

Thomas Kühl ID 41 Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW

Beantwortung der Fragestellung:
 
zu der von Ihnen versandten Anfrage möchte ich folgendes zu bedenken geben.
Beim Auslegen der Ladefläche mit Streifen von RH Matten ist darauf zu achten, dass die verlegten RH Matten sicherstellen, dass die Ladung komplett von der Ladefläche entkoppelt ist.
Werden jedoch nur die äußeren Kufen der Palette mit einer relativ dünnen RH Matte unterlegt, so kann bereits bei einer minimalen Durchbiegung der Palette die mittlere Kufe wieder Kontakt zum Ladeboden bekommen und der Reibwert sinkt von 0,6 µ wieder auf ca. 0,2 µ.
Um eine Beschädigung der RH Matten durch ein Überfahren mit Hubwagen oder Radladern zu vermeiden schlage ich vor, die RH Matte fest unter den Paletten anzubringen. So müssen sie gar nicht erst überfahren werden und können weder verrutschen noch vergessen werden. Das geht natürlich nur bei einem geschlossenen Palettenkreislauf.

Für den Fall, dass die auf der Palette gebänderte Rolle mit der Palette eine stabile Ladungseinheit bildet könnte man auf ein Ausstauen der Zwischenräume verzichten. Hierbei muss aber gewährleistet sein, dass selbst bei einer Vollbremsung sich die Rolle nicht von der Palette losreist oder sie mit der Palette umkippt. Am ehesten ist das in den Fällen zu erwarten, wenn über der Rolle, wie auf den Bildern gezeigt eine Zweite Palette angebracht ist und so von vornherein ein Umkippen ausgeschlossen wird.

Bei palettierter Ware gibt es von TÜV und DEKRA Aussagen, dass Staulücken von bis zu 30 mm noch als Formschluss anzusehen sind und somit nicht ausgestaut werden müssen.
Um festzustellen, ob die palettierten Einheiten hinreichend stabil sind, würde ich zunächst im nichtöffentlichen Verkehrsraum einen Bremsversuch (25 km/h Ausgangsgeschwindigkeit mit wirklich vollem Pedaldruck) mit den verschiedenen Ladegütern durchführen. Einen gerichtsfesten Nachweis der Festigkeit, wie er z. B. auch für eine Zertifizierung des Unternehmens nach ISO 9002 erforderlich sein könnte, müsste durch ein anerkanntes Prüfinstitut wie TÜV, DEKRA, eine TU oder das Frauenhoferinstitut erfolgen.


Tomas Kühl können Sie als Berater im Lasiportal unter folgendem Link aufrufen:    Berater im Lasiportal ... 


2. Berater Johann Simon

Johann Simon ID 723 www.weiterbildung-simon.de; ausgezeichnet als „Berater des Monats im Lasiportal“ 5.2011

Johann Simon ID 723 www.weiterbildung-simon.de; ausgezeichnet als „Berater des Monats im Lasiportal“ 5.2011

Beantwortung der Fragestellung:

Zur Frage 1 Einkleben von RHM
Vom Einkleben von RHM würde ich grundsätzlich abraten. Die Begründung liegt einerseits in einer festen Position, welche dann für die verschiedensten Anordnungen der Ladung eine optimale Anordnung der RHM nicht mehr gewährleistet. Ebenfalls sehe ich eine Schwächung der Wirkung von RHM, wenn mit Gabelstaplern oder Ameisen ständig über die RHM gefahren wird. Wie lange dann die RHM noch funktionsfähig sind, kann aus der Ferne nicht konkret beantwortet werden. Ich halte aber eine Lebensdauer und somit auch eine einwandfreie Funktion der RHM von einigen Tagen bereits äußerst kritisch. Also würde es zur Folge haben, dass nach sehr kurzer Zeit die RHM bereits wieder ausgetauscht werden müssten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es überaus aufwendig ist, RHM entsprechend der Ladungsanordnung immer wieder frisch auszulegen. Ich sehe weder eine kostengünstige noch eine funktionsgünstige Begründung für dieses Vorhaben. Also abschließend kann ich von diesem Vorhaben nur abraten.

Zur Frage 2 Formschluß wie im Bild 2 und 5
Bei der Frage des möglich Formschlußes kommt es sehr darauf aus, ob die Kunstoffbänder die möglich auftretenden Massenbeschleunigung in Fahrtrichtung von 0,8 G  standhalten. Aus den Bilder kann ich nicht erkennen, dass die Rollen auf der Palette auf RHM stehen. Die Bänder sind mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so gespannt, dass eine entsprechende Vorspannkraft durch Niederzurren erreicht wird. Diese Bänder sehe ich mehr als Transporthilfe an und sehe dies als keine ausreichende Vorspannkraft zum Niederzurren,  um aus dem gesamten Paket eine Einheit zu bilden. Somit bleibt nichts anderes übrig, den übrigen Zwischenraum der Rollen mit aufblasbaren Luftpolster zu füllen. Nur so kann ein ausreichender und vorhandener Formschluß gewährleistet werden. Also zur Frage: Reicht der Formschluß oben und unten? Aus meiner Sicht ein klares NEIN. Ein Nachpolstern mit Luftkissen ist nötig

Zur Frage 3 Sammelcontainern
Sie schildern dass die Rollen einzeln auf Paletten stehen und sehr druckempfindlich sind. Somit werden Sie die Rollen höchstwahrscheinlich auch nicht entsprechend niederzurren können. Eine effektive Ladungssicherung ist aus meiner Sicht nur möglich, wenn der Verlader die Rollen „Beförderungssicher“ auf das Fahrzeug aufbringt. Dies ist ja seine ureigenste Pflicht, schon aus § 412 HGB heraus. Gleichzusetzen wäre der § 411 HGB „beförderungssichere Verpackung“ was ihm ebenfalls obliegt.  Eine ausreichende Ladungssicherung wäre in diesem Fall wiederrum das Ausfüllen mit Hilfsmittel, z.B. Luftkissen in allen Seiten. Hinten könnte man einen sog. Stirnwandersatz mit EURO-Paletten und Spanngurten bilden. Was ist mit der seitlichen LaSi? Hier ist auf einen zertifizierten Auflieger mit ausreichend stabilen Seitenwänden zu achten. Ist es ein Code L kommen Sie am Niederzurren wieder nicht vorbei. Ob dies wieder möglich ist, hängt von der stabilen Transportverpackung ab.
Als abschließende Empfehlung kann ich nur raten, dass der Absender die Rollen in stabile Transportverpackungen verpackt, die wiederrum ausreichend auf dem Fahrzeug gesichert werden.

Zum Schluß darf ich noch eine Anmerkung los werden. Viele Beförderer aber auch Verlader machen sich immer sehr viel Gedanken, wie man die Vorgaben zur optimalen Ladungssicherung umgehen kann. Hier wird sehr viel Energie und Gedankengut verschwendet. Sollte es mal zu einer Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver kommen und die Ladung dabei verrutschen oder herabfallen und eine Person wird dabei verletzt oder sogar getötet, ja dann sagt man sich immer wieder: Die Zeit hätten wir ja selbstverständlich gehabt. Aber meine Damen und Herrn. In diesem Fall haben Sie dann sehr viel Zeit sich eine passende Begründung zu suchen, warum Sie die Verletzung oder den Tod eines Verkehrsteilnehmers fahrlässig oder sogar grob fahrlässig herbeigeführt haben. Die Kontrollbehörden werden als die „Buhmänner“ hingestellt, die jeden Tag nichts machen um die Verkehrsteilnehmer zu „schikanieren“. Ja so ist es weiß Gott nicht. Hier wird Verkehrssicherheit kontrolliert und durchgesetzt, für die jeder Verkehrsteilnehmer verantwortlich ist.
Ich breche hier keine Lanze für die Kontrollorgane. Diese brauchen dies nicht. Ich schreibe als Verkehrsteilnehmer und als Verkehrslehrer der selbst einige Jahre im Schwerverkehr tätig war. Und eine Vollbremsung ist ein ganz normaler Verkehrsvorgang, nichts besonderes und kommt jeden Tag immer wieder vor.
 

Johann Simon können Sie als Berater im Lasiportal unter folgendem Link aufrufen: Berater im Lasiportal ... 


3. Berater Harry Bittner

Harry Bittner ID 24 www.verkehrsinstitut-altenburg.de;  ausgezeichnet als „Berater des Monats im Lasiportal“ 9.2011

Harry Bittner ID 24 www.verkehrsinstitut-altenburg.de; ausgezeichnet als „Berater des Monats im Lasiportal“ 9.2011

Beantwortung der Fragestellung:

Zu Ihrem Bild 3 hätte ich folgende Idee: Verzichten Sie auf das Auslegen mit RHM. Im Fahrzeugbau gibt es Ladeböden aus Verbundwerkstoff (50% leichter als herkömmliche Holzböden) deren Deckschicht aus besandeten glasfaserverstärkten Kunststoff besteht. Europaletten auf trockener Ladefläche haben hier einen Gleit-Reibbeiwert von µD= 0,62 (nass 0,56).
Der Boden ist befahrbar und eine Zerstörung oder Abnutzung ist nicht zu befürchten. Auf zusätzliches rutschhemmendes Material kann verzichtet werden, der Zeitverzug durch das Auslegen entfällt. Be- und Entladen ist aus allen Richtungen möglich.
Ihre weiteren Probleme - Bild 2/5/9/10/11 - sind Resultat der  Verletzung von Grundsätzen für die Bildung von Ladeeinheiten. Hierfür ist der Absender verantwortlich und gemeinsam mit diesem sollte nach Lösungen gesucht werden.

Hierzu einige Vorschläge und Grundsätze:
•    Die wichtigsten Verfahren der Sicherung von Ladeeinheiten sind:
    - das Umreifen,
    - das Schrumpfen und
    - das Stretchen
Für die in Ihren Bildern gezeigte Ware erscheinen  mir alle drei Verfahren als geeignet. Hält die Ware durch diese Verfahren sicher auf der Palette, ersparen Sie sich das Auspolstern zwischen den einzelnen Ladeeinheiten. Ihre Frage zu Bild 2 erübrigt sich damit. Damit die Ware bei einer Umreifung sicher auf der Palette hält, ist die Berechnung der erforderlichen Spannkraft der Bänder notwendig. Diese erfolgt:

Als Ladeeinheitensicherung für Ihre Probleme aus Bild 9 und 11 erscheint mir das Stretchen oder Schrumpfen als sinnvoll.
•    Für das Stretchverfahren, das vorzugsweise zum Sichern von Ladeeinheiten mit regelmäßigen Konturen und geringer oder mittlerer Masse angewendet wird, eignen sich Folien aus Kunststoff einer Dicke von ca. 20-120 µm, die mechanisch bis zu 300% überdehnt und unter Vorspannung appliziert werden. Die Folienrückstellkräfte bewirken die Ladeeinheitensicherung.
•    Uneinheitlich geformte und sperrige Ladeeinheiten benötigen häufig einen vollflächigen Schutz der durch das Umhüllen mit Kunststoff-Folienbahnen erreicht werden kann.
•    Beim Schrumpfen wird Kunststofffolie einer Dicke von ca. 25 bis 150 µm, die im Herstellprozess bereits bei einer bestimmten Temperatur mechanisch gestreckt wurde, zur Sicherung der Ladeeinheit eingesetzt. Es ist zwischen monoaxial (in eine Richtung) und biaxial (in Längs- und Querrichtung) gestreckter Folie zu unterscheiden. Der beim Strecken erzeugte Spannungszustand wird beim nachfolgenden Abkühlen der Folie beibehalten und kann bei nochmaliger Erwärmung reaktiviert werden, wodurch die Folie das Gut oder die Ladeeinheit eng umschließt und so den Verbund festigt. Gleichzeitig wird der Inhalt vor Feuchtigkeit, Schmutz, Diebstahl und anderen Einflüssen geschützt, so dass die Ladeeinheit auch begrenzte Zeit im Freien gelagert werden kann.
•    Mit Hilfe des Schrumpfens sind selbst schwere Packstücke zu sichern, da man zwischen den Packstücken oder dem Stückgut und dem Ladungsträger durch Formschluss einen festen Zusammenhalt erreicht. Allerdings muss beachtet werden, dass der Unterschrumpf durch mehrmaliges Unterfahren der Palette mit dem Gabelstapler schnell zerstört werden kann.
Sind die Ladeeinheiten wie zuvor beschrieben zusammengestellt, können diese auf der Ladefläche zum Beispiel auch mit Klemmbrettern, also nicht unbedingt mit Gurten gesichert werden.

Ich stelle Ihnen hierzu 2 Beispielbilder zur Verfügung:







Harry Bittner können Sie als Berater im Lasiportal unter folgendem Link aufrufen: Berater im Lasiportal ... 


4. Berater Stephan Bode

Stephan Bode ID 707 www.lasistandard.de; ausgezeichnet als „Berater des Monats im Lasiportal“ 9.2010

Stephan Bode ID 707 www.lasistandard.de; ausgezeichnet als „Berater des Monats im Lasiportal“ 9.2010

Beantwortung der Fragestellung:

Hier nur Übersicht (siehe nachstehender Link zum pdf Dokument) 
  • Formstabile Ladeeinheit
  • Einsatz von Antirutschmatten
  • Kippgefahr
  • Problemlösung: Optimierung der Verpackung/Ladeeinheit
Grundsätzlich sollte eine stabile Ladeeinheit angestrebt werden. Ist diese nicht ausreichend stabil, d. h. ist das Ladegut nicht so fest mit dem Ladungsträger, hier Palette, verbunden, dass es allen Belastungen aus Lagerung, Umschlag und Transport standhält, ist sie nicht beförderungssicher. Eine nicht beförderungssichere Ladung ist nicht oder nur mit erheblichen Aufwand verkehrssicher zu verstauen. Maßnahmen wie Reibwerterhöhung, etc. sind ausgeschlossen. Horizontale Belastungen werden nicht aufgenommen.

Also – erst die Ladung beförderungssicher machen, dann verkehrssicher verstauen.
Mit folgendem Link können Sie die Ausarbeitung zur Beantwortung der Fragen mit Beschreibung der Bilder und Zusammenfasssung als pdf Dokument downloaden:
" Ladungssicherung von „Rollen“ ...

Stephan Bode können Sie als Berater im Lasiportal unter folgendem Link aufrufen: Berater im Lasiportal ... 


Informelle Beantwortungen

Weitere informelle Antworten unserer  Berater im Lasiportal

Weitere informelle Antworten unserer Berater im Lasiportal

Anmerkung der Redaktion des Lasiportal:

Viele unserer registrierten Berater im Lasiportal möchten die aufgestellten Fragen gerne beantworten, was jedoch oft aus situativen oder zeitlichen Gründen nicht möglich ist.
 
Das Lasiportal-Team hat sich daher dafür entschieden auch spontane, und nicht dem Standard der Sorgfältigkeit  und Verifizierbarkeit entsprechende, Antworten unserer Berater zukünftig online zu stellen. Allerdings ohne die Beraternamen zu veröffentlichen.

Dem Lasiportal-Team ist die Vielfalt der Antworten als Diskussionsgrundlage ebenfalls wichtig. Die Namen der Berater sind bekannt und in Einzelfällen können auch diesbezügliche Rückfragen entsprechend über unser Kontaktformular weitergeleitet werden.
 
1. informelle Antwort eines Beraters im Lasiportal
zu Bild 10, 2 und 5 kann ich aus eigener Erfahrung nur sagen, das unbedingt ein Polster oder ähnliches benutzt werden sollte! Allein die Vorstellung, das 80% des Eigengewichtes bei einer Bremsung nach vorn drücken.
Die Bänder bringen in diesem Fall gar nichts! Also, mit Luftkissen oder ähnliches Formschluss bilden :-) !

2. informelle Antwort eines Beraters im Lasiportal
Leider habe ich derzeit gar keine Zeit, mich intensiver mit den Fragen zu befassen. Nur in Kürze soviel: Bezüglich der Idee mit den geklebten RH-Matten halte ich das nicht für sinnvoll (Verschleiß der Matten, verschiedene Be- und Entladevorgaben). Bezüglich des Formschlusses: wenn die Paletten in Fahrtrichtung vor dem Beladen in einem Winkel von 53° gekippt werden können, ohne dass die Rollen von der Palette rutschen (wahrscheinlich ist dazu mindestens eine dünne RH-Mattenunterlage auf der Palette unter der Rolle erforderlich), könnte man das als Formschluss durchgehen lassen (Paletten oben und unten stehen press aneinander). Zu beachten ist ggf. zusätzlich noch die Kippgefahr, insbesondere nach hinten. Der Lückenschluss mit Staupolstern (dritte Frage) ist in jedem Fall zum Erzielen von Formschluss erforderlich.
Da diese Meinung (Beantwortung) nicht vollständig ausgegoren ist, bitte nur informell übermitteln.

3. informelle Antwort eines Beraters im Lasiportal
zu Frage 1: auslegen und festkleben, um diese nicht zu beschädigen, darauf achten, dass Gabelhubwagen mit Tandemrollen ausgestattet ist.
zu Frage 2: Kein Formschluß, mit Antirutschmatten, Kantenschoner bzw. Zurrnetz oder Zurrplane Ladung sichern.
zu Frage 3: mit Antirutschmatten, Zurrnetz oder Zurrplane Ladung sichern.

4. informelle Antwort eines Beraters im Lasiportal
Hier wäre der Hersteller zu befragen, der kann evtl. Auskunft zu der Haltbarkeit seiner Matten machen. Ansonsten jemand der in dieser Hinsicht eigenen Erfahrungen gemacht hat.
Die anderen Fragen sind einfach zu beantworten und haben mit Ausladen etc. eher weniger zu tun.
§ 411
Verpackung. Kennzeichnung
Der Absender hat das Gut, soweit dessen Natur unter Berücksichtigung der vereinbarten Beförderung eine Verpackung erfordert, so zu verpacken, daß es vor Verlust und Beschädigung geschützt ist und daß auch dem Frachtführer keine Schäden entstehen. Der Absender hat das Gut ferner, soweit dessen vertragsgemäße Behandlung dies erfordert, zu kennzeichnen.
Als Schaden kann hier schon der Mehraufwand an Zeit zur Ladungssicherung gewertet werden, welchen er nicht hätte, wenn die Rollen sachgerecht verpackt wären.
Mehr ist aus der Entfernung für mich nicht festzustellen, alles andere wäre Spekulation, da die Ware, deren Eigenschaft, etc. nicht bekannt gegeben wurden.

5. informelle Antwort eines Beraters im Lasiportal
Zur ersten Frage (eingeklebte ARM):
Ich persönliche habe keine Erfahrung mit verklebten ARM, kann mir aber vorstellen, dass sie nicht so lange kleben bleiben.
Die Frage ist, ob immer gleiche Paletten verladen werden. Kommen diese Paletten immer wieder zurück? Dann könnte ich mir vorstellen, dass es sinnvoller ist, die Paletten von unten zu bekleben. Dann bleibt man auf der Ladefläche flexibler.
Zur Frage zwei ( Aufpolsterung oder ausreichender Formschluss):
Wenn die Paletten unten zusammenstehen, ist Formschluss vorhanden. Auf Bild 2 ist das nicht so. Warum ist die obere Abdeckung größer als unten die Palette?
Die obere Abdeckung ist meiner Meinung nach zu dünn – werden die Bänder stärker angezogen, treffen die „Deckel“ nicht gegeneinander, sondern schieben sich untereinander.
Alles ist aber auch im Zusammenhang mit dem Gewicht zu sehen.
Bild fünf habe ich unten keine Bedenken, oben schon – Begründung wie bei Bild 2.
Auspolsterung bei Bild 10 – hier ist das Gewicht für meine Antwort entscheiden. Sie es Papierhandtücher, brauche ich keine Auspolsterung.
Zur Frage drei
Bild neun ist mir zu wackelig. Auf der Palette können 4 Rollen stehen – dann ist sie gut verteilt.
Ich rege an, Paletten zu verwenden, die dem Durchmesser der Rollen so gut wie möglich entsprechen.
Sonst sollte man den Liegend – Transport ins Auge fassen. Hier ist die Sicherung wesentlich einfacher und man kann lageabhängig (z. B. mit Keilen) der Breite der Rollen entsprechend sichern.


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