Lastwagen verstärkt Ziel von Kriminellen
Organisierte Banden nehmen sich immer mehr Lkw-Transporte vor/Verbrecher raffiniert und brutal
Raub und Diebstahl werden für europäische Spediteure zum Problem. 2007 verursachte die Transportkriminalität europaweit Verluste von über 12 Milliarden Franken, so ein Gutachten des Verkehrsausschusses des EU-Parlaments.
Der Schaden dürfte dieses Jahr einiges höher sein, denn "die Übergriffe in der Branche haben in den letzten zwei Jahren extrem zugenommen", sagt Stefan Heine, Risikomanager beim deutschen Transportunternehmen Hellmann.
"Die Problematik geht inzwischen so weit, dass organisierte Banden gar das Prinzip des freien Warenverkehrs in Europa gefährden", warnte Rob Wainwright, Direktor der europäischen Polizeibehörde Europol, kürzlich in Den Haag.
Die Methoden der Kriminellen, die meist in Banden mit mafiaähnlichen Strukturen organisiert sind, werden raffinierter und dreister. Um Lastwagen anzuhalten, inszenieren sie Unfälle oder täuschen in Polizei- oder Zolluniformen eine Verkehrskontrolle vor.
Auch vor Waffengewalt schrecken sie nicht zurück. "Weil die Kriminellen ebenso innovativ wie brutal vorgehen", so Europol-Direktor Wainwright, "ist eine stärkere Zusammenarbeit der EU-Staaten erforderlich."
Schuld an der neusten Verschärfung des Problems sei nicht zuletzt der wirtschaftliche Abschwung, erklärte Michael Wortmann, Geschäftsführer von Compass Security Logistik, jüngst an einer Fachveranstaltung in Deutschland.
Wie stark die Kriminalität im Transportbereich in den letzten Jahren zugenommen hat, zeigt exemplarisch die Kriminalitätsstatistik des Bundeslandes Baden-Württemberg, das direkt an der Grenze zur Schweiz liegt. Dort hat sich die Zahl der angezeigten Ladungsdiebstähle von 2006 bis 2008 von 19 auf 115 Fälle versechsfacht.
International besonders gefährdet sind Transporte mit Gütern, die Kriminelle leicht absetzen können. Dazu gehören Handys, Zigaretten, Markenkleider oder Alkoholika.
Den ganzen Text können Sie hier nachlesen:
Diebesbanden plündern Lastwagen auf Autobahnen . . .
Quelle: Basler Zeitung, Hochbergerstrasse 15, 4002 Basel, redaktion@baz.ch
Weitere Infos zu dieser Thematik gibt's im Lasiportal:
Zuständige Polizeidienststellen finden . . .

