1999 – schrecklicher Unfall im Tauerntunnel

Sekundenschlaf – nicht „müde werden“, aufzuklären !

Das verheerende Unfallereignis vor 20 Jahren im Pongau holt die Verkehrswelt immer wieder ein. Auf einer der Hauptverkehrsadern inmitten Europas auf der Tauernautobahn im Salzburger Land fuhr ein übermüdeter Lkw-Fahrer auf eine Pkw-Kolonne vor einer Baustellenampel mit Wucht auf. Dabei schob er mehrere Pkw auf einen mit explosivem Gefahrgut – 24.000 Spraylackdosen – beladenen Lkw. Es kam zu einem verheerenden Inferno mit einer Explosion und einem unaufhaltsamen Flammenmeer. In der bis dahin einzeiligen Tunnel-Röhre gab es für die eingefahrenen Personen und Fahrzeuge kein Entrinnen mehr.

Die schreckliche Bilanz der Pongauer Polizei:
Zwölf Menschen kamen um, 42 Personen wurden verletzt, 16 Lastwagen und 24 Autos zerstört. Der entstandene Schaden am Tauerntunnel war so immens, dass der Tunnel erst nach drei Monaten wieder geöffnet werden konnte. Rund 28 Millionen Euro Schaden wurden durch den Unfall verursacht, so berichtete das Pongauer Internetportal www.meinbezirk.at

Inferno mit verheerender Folge – Sekundenschlaf war die Ursache. Foto: Archiv Lasiportal

Fazit:
Ein übermüdeter Lkw-Lenker wurde in Österreich vor Gericht gestellt und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Der damals 27-jährige Kraftfahrer aus Oberösterreich hatte in den 22 Stunden vor dem Unglück nur vier Stunden geschlafen. In unmittelbarer Nähe – in der Autobahnkapelle Flachau – wurde eine Gedenktafel errichtet, die alle Besucher dort an das entsetzliche Ereignis erinnern und mahnen soll: Sekundenschlaf kann tödliche Folgen haben – so, wie es leider in diesem Fall war.

Übrigens, auch die Behörden im Salzburger Land reagierten:
Ab 2006 begann man mit dem Vollausbau und nach 22 Monaten Vortrieb erfolgte der Durchstich einer zweiten Röhre, die am 30. April 2010 die Freigabe erhielt.

>> Katastrophe brachte mehr Verkehrssicherheit
Quelle: Internetportal meinbezirk.at

>> Sekundenschlaf – das Gehirn schaltet ab
Quelle: Lasiportal

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