Abenteuerlicher Transport von Motoröl

Polizeikontrollen erhöhen die Verkehrssicherheit

Eine merkwürdige Zusammenstellung der Räder auf den Aufliegerachsen – da staunten die Polizisten nicht schlecht. Foto: PP Osthessen

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland statistisch betrachtet ca. 4 Prozent aller Gütertransporte auf der Straße durch POLIZEI und BAG kontrolliert werden (in vielen anderen EU-Staaten sind es nur bis zu 2,5 Prozent) ist es wichtig für die Verkehrssicherheit, dass die Kontrollbehörden gerade bei den sogenannten „schwarzen Schafen“ eine hohe Trefferquote erzielen.

So fiel auf der A 5 vor wenigen Tagen einer Streife der Bad Hersfelder Autobahnpolizei auf, dessen Aufbau „deutlich Schlagseite“ hatte; so die Beamten in ihrem Kontrollbericht.

Der mit 22.000 Liter Motoröl beladene Sattelzug war in Richtung Serbien unterwegs, und die Beamten zogen das Gefährt auf dem nächsten Autobahnparkplatz „Krachgarten“, Höhe Alsfeld-West, aus dem Verkehr.

Es war wieder ein klassischer Fall von mangelhafter Ladungssicherung, dem Einsatz eines gänzlich falschen Fahrzeugs, ablegereifer Sicherungsmittel und einem technisch maroden Auflieger. Ein größerer Teil der Ladung war wegen mangelhafter Sicherung auf dem Anhänger bereits nach rechts verrutscht und hatte damit die Schieflage des Sattelzuges zumindest mitverursacht. Der in die Jahre gekommene Auflieger war an mehreren Stellen beschädigt, verbogen und stark verrostet.

Und noch ein Kuriosum: auf der mittleren der 3 hinteren Achsen war ein kleineres Rad montiert. Am originalen Rad war das Profil abgefahren, so der Fahrer, und sein Unternehmen stellte ihm kein geeignetes Ersatzrad zur Verfügung.

Da kam einiges zusammen; die Maßnahmen der Polizei waren auch folglich umfassend: Untersagung der Weiterfahrt mit der Auflage, auf ein zertifiziertes Fahrzeug formschlüssig umzuladen und die Ölfässer mit geeigneten Mitteln zu sichern. Dem serbischen Transportunternehmen droht ein hohes 4-stelliges Zwangsgeld zur Gewinnabschöpfung.

Fazit der Autobahnpolizisten:
„Verkehrsgefährdung gebannt – und es bleibt zu hoffen, dass der Transportunternehmer durch diese Erfahrung künftig verantwortungsbewusster werden wird“.

>> Sattelzug mit Schlagzeile
Quelle: Polizeipräsidium Osthessen, Presseportal

>> Zurrmittel zum Transport von Fässern
Quelle: Lasiportal

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