Baggertransport endete auf der A 5 Nähe Alsfeld-Ost

Bad Hersfelder Autobahnpolizei und Autobahnmeisterei Alsfeld handelten schnell.

Von der Ladefläche „abgeladener“ Bagger blockierte die A 5.

Eine große Portion Glück hatte der Fahrer eines Schwerlasttransporters, der vor einigen Tagen aus Koblenz kommend mit einem 23 Tonnen schweren Kettenbagger in Richtung Polen unterwegs war.

Als er auf der Autobahn A 5 vor dem Steigungsbereich am Rimberg in Richtung Norden verkehrsbedingt abbremsen musste, verrutschte der Bagger auf der Ladefläche. Er zerdrückte die Stirnwand des Sattelanhängers und schrammte buchstäblich „haarscharf “ am Fahrerhaus des Transporters vorbei. Anschließend schlug die tonnenschwere Arbeitsmaschine auf der Fahrbahn auf. In Folge eines Bremsmanövers waren die Sicherungsketten, mit denen der Bagger auf der Ladefläche fixiert war, aus ihren Zurr-Ösen gerissen.

Dank des schnellen Einsatzes der Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Alsfeld konnte die Gefahrenstelle sehr zügig abgesichert und auf die nötigen Einschränkungen reduziert werden. Auf der sehr stark befahrenen A 5 konnte damit der Verkehr wieder mit leichten Behinderungen in Richtung Norden weiterfließen.

Bei der anschließenden Unfallaufnahme stellten die Beamten der Bad Hersfelder Autobahnpolizei fest, dass der verwendete Anhänger für den Transport des Baggers völlig ungeeignet war. Anstelle eines speziell für schwere Lasten konstruierten Anhängers handelte es sich um einen normalen Standard-Anhänger, dessen ursprünglicher Planen-Aufbau abgerüstet  war. Außerdem war laienhaft eine Auffahrtrampe angeschweißt. Diese provisorische Konstruktion hatten die Erbauer mit roter Farbe übertüncht und sich sodann eine Genehmigung für derartige Transporte beschafft.

Die Polizei leitete ein Verfallsverfahren (sogenannte Gewinnabschöpfung) gegen die Spedition ein. Dem polnischen Unternehmen droht zusätzlich der Entzug der Genehmigung für die Durchführung weiterer Transporte dieser Art.

Abschließende Bewertung:
Korrekte Ladungssicherung hat absolute Priorität. Sowohl die täglichen Kontrollen von Polizei und BAG als auch spektakuläre oder  glimpflich ausgehende Unfälle machen deutlich, das gute Fahrzeugtechnik (geeignete Transportfahrzeuge), die richtigen Sicherungsmittel und den aktuellsten Erfordernissen angepasste Vorschriften nicht ausreichen. In erster Linie sind die Verantwortlichen gefordert (Versender, Spediteure, Verlader, Fahrer), die richtigen Transportmittel einzusetzen sowie Ladung richtig zu sichern und damit die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

>> Glück im Unglück – nur Sachschaden und Verkehrsstau
Quelle:Presseportal.de, News aktuell, Hamburg

>> Mangelhafte Ladungssicherung – Fahrzeugtransport
Quelle: Lasiportal

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