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Fahrerassistenzsysteme

Viele gefährlichen Situationen im Straßenverkehr sind eigentlich vermeidbar, denn es gibt aktive Warnsysteme. Mit Radar, Ultraschall oder Kamera sind Verkehrsteilnehmer hinter und neben dem Lkw leicht zu erkennen.

Fahrerassistenzsysteme werden laut einer Umfrage des UADS-Institut im Auftrag des DVR von 59 Prozent der Lkw-Fahrer deaktiviert. Foto: Lasiportal

Fahrerassistenzsysteme werden von 59 Prozent befragter Lkw-Fahrer nicht oder nicht immer genutzt. Dies ergab eine Umfrage des UADS-Instituts im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) im Oktober und November 2025, an der 507 Fahrer teilnahmen.

Berlin – Die Fahrerassistenzsysteme sollen Fahrzeugführer im täglichen Straßenverkehr beim Fahren unterstützen und so für mehr Sicherheit auf der Straße sorgen. Doch in der Praxis wird auf die Nutzung der Assistenten verzichtet oder nur sporadisch davon Gebrauch gemacht.

Wo liegt der Grund dafür?
Wie aus dem Bericht des DVR zu entnehmen ist, wurden von den 507 befragten Lkw-Fahrern Unkenntnis oder Unwissenheit als Gründe angegeben. 32 Prozent der Fahrer gaben an, keine Einweisung bei der Übernahme eines Lkw bekommen zu haben. Im Gegensatz dazu haben nur 24 Prozent angeführt, dass sie über die Fahrerassistenten in ihren Fahrzeugen informiert bzw. eingewiesen worden sind. Eine informelle Unterweisung von Kollegen zu Kollegen erhielten 45 Prozent. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass etwas über ein Drittel der Fahrer angab, nicht genügend darüber informierter zu sein, wie die Systeme funktionieren und welche Vorteile diese mit sich bringen.

Welches Assistenzsystem wird am häufigsten abgeschaltet?
An der Spitze der deaktivierten Fahrerassistenzsysteme liegt der Spurhaltassistent. Dieser wird von über der Hälfte der Befragten nicht genutzt. Mit 16 Prozent folgt der Geschwindigkeitsassistent und danach der Abstandsregeltempomat mit 15 Prozent .

Der Präsident des DVR, Manfred Wirsch, sagt hierzu:
„Assistenzsysteme sind keine Dekoration. Der Einbau bestimmter Assistenzsysteme ist gesetzlich vorgeschrieben – und das mit gutem Grund. Es reicht jedoch nicht, die Technik nur zu verbauen. Wir müssen ihre Akzeptanz und konsequente Nutzung sicherstellen. Nur fundiertes Wissen schafft Vertrauen. Umso wichtiger ist es, dass der Umgang mit Fahrerassistenzsystemen ein verpflichtender Bestandteil der Fahrausbildung und Fahrerlaubnisprüfung ist. Nur wer die Funktionsweise und die systembedingten Grenzen realistisch einschätzt, fährt sicher. Blinde Technikgläubigkeit kann ebenso riskant sein wie die Ablehnung von Technik, die nachweislich dazu beitragen kann, Unfälle zu vermeiden.“

Fazit:
Mehr Akzeptanz in der Nutzung der Fahrerassistenzsysteme ist durch beständige Schulung und Information zu erreichen. Gerade das Wissen über die Funktionsweise und welche Sicherheit sich hinter den Assistenzsystemen verbergen, bedeuten weniger Deaktivierung sondern mehr Zustimmung.

 

Weitere Infos auf Lasi-Portal:

Fahrerassistenzsysteme – LasiPortal

 

DVR-Umfrage: Jeder zweite Lkw-Fahrende deaktiviert lebensrettende Systeme | Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat

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