Schaulustige – Keine Toleranz für Unfall-Gaffer

Schaulustigen drohen Bußgelder und Freiheitsstrafen

Wie verhalten Sie sich am Unfallort richtig?

Wie verhalten Sie sich am Unfallort richtig?

Szenen mit Schaulustigen, die verunglückte Personen an der Unfallstelle mit ihrem Smartphone filmen oder fotografieren, erlebt die Polizei immer häufiger. Dabei ist Gaffen kein Kavaliersdelikt: Polizei und Rettungskräfte an ihrer Arbeit zu hindern oder Unfallopfern nicht zu helfen, kann tödliche Folgen haben. Auch an Unfallstellen vorbeikommende Autofahrer, die kurz abbremsen, um einen Blick auf das Unfallgeschehen zu werfen, gefährden sich und andere.

>> Keine Toleranz für Unfall-Gaffer

Quelle: © VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR; polizei-dein-partner.de

 

Kurz & knapp: Wann Gaffen teuer wird

>> Bußgeldkatalog – Gaffer und Schaulustige

Quelle: PriorMart GmbH  10405 Berlin; bussgeldkatalog.de

 

Gaffer: Warum Schaulustige Unfälle filmen

Oft behindern oder verzögern Gaffer die schnelle Fahrt der Rettungskräfte zum Unfallort.

Jeder hat das schon einmal erlebt:

Bildung von Rettungsgassen (Foto: Amtsfeuerwehr Friesack)

Bildung von Rettungsgassen (Foto: Archiv Lasiportal)

Ein schwerer Unfall auf der Autobahn, der vorbeifahrende Verkehr wird immer langsamer. Leute zücken ihre Handys, machen Aufnahmen, filmen den Unfallort, die Verletzten und die Rettungskräfte. Solche Gaffer sind ein großes Ärgernis für die Polizei und die Einsatzkräfte. Denn Gaffer setzen das Leben der Unfallopfer aufs Spiel und missachten deren Persönlichkeitsrechte. Gaffer werden meist von ihrer Neugier geleitet.

Über den nachstehenden Link finden sie ein interessantes Video über das Thema:
Gaffer: Warum Schaulustige Unfälle filmen (7 Min)
weiterhin werden folgende wichtige Fragen beantwortet:

  • Was kennzeichnet einen Gaffer?
  • Warum stellen Gaffer eine Gefahr dar?
  • Warum filmen Gaffer Unfälle?
  • Welche Strafen drohen Gaffern?
  • Wie verhalten Sie sich am Unfallort richtig

>> Warum Schaulustige Unfälle filmen

Quelle: Markt | 16.03.2020; Norddeutscher Rundfunk, Anstalt des öffentlichen Rechts,

20149 Hamburg; www.ndr.de/ratgeber

 

Holztransporter fängt Feuer – Autobahn A 7 gesperrt

Verkehrsknoten am Kirchheimer Dreieck stark belastet

Flammeninferno auf der A 7, Nähe Kirchheimer Dreieck – glücklicherweise ohne Personenschaden.

Wieder hatten die Rettungskräfte – insbesondere die Feuerwehr und die Polizei – alle Hände voll zu tun. Am Kirchheimer Dreieck, da wo alle Verkehrsströme zusammenlaufen, kam es erneut zu einem schlimmen Schadensfall, wenngleich glücklicherweise ´nur´ Sachschaden entstand – aber der war erheblich.

Aus noch ungeklärter Ursache geriet am Donnerstagmorgen (16.11.), gegen 07.25 Uhr, zwischen den Anschlussstellen Hersfeld-West und dem Kirchheimer Dreieck, Fahrtrichtung Süd, ein Sattelzug in Brand.

Der Sattelzug war mit 22 Tonnen Sperrholz beladen. Durch die gewaltige Rauchentwicklung und ständig neu auflodernde Glutnester gestaltete sich die Brandbekämpfung schwierig. Die gesamte Autobahn musste sogar in Gegenrichtung zeitweise voll für den Verkehr gesperrt werden.

Stundenlange Vollsperrung, einhergehend mit erheblichen Wartezeiten und Verkehrsbehinderungen im Bereich der Unfallstelle und auf den Umfahrungsstrecken waren die Folge des verherenden Feuers. Bedingt durch die erhebliche Hitzeentwicklung und den Brandschaden an der Fahrbahndecke mussten zusätzlich Teerarbeiten durchgeführt werden, um die Befahrbarkeit der A 7 wieder herzustellen.

Auch bei diesem schlimmen Ereignis war wieder die Rettungsgasse ein Thema – und auf der Gegenfahrbahn sorgten
Schaulustige und Gaffer durch ihre zögerliche Fahrweise, Neugier und womöglich Handyaufnahmen für einen
Rückstau in Richtung Norden bis zu 5 Kilometern.

Die Feuerwehr im Großeinsatz – zeitweise war die A 7 in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt

Hier scheint es noch erheblichen Aufklärungsbedarf zu geben. Trotz Aufruf der Polizei über die Medien und den Verkehrswarnfunk an die Verursacher/Gaffer hat sich der Stau auf der Gegenfahrbahn wohl erst aufgelöst, nachdem die Unfallstelle komplett geräumt war.

Was viele offenbar nicht wissen:

Der Bußgeldkatalog 2017 sah für derartiges Verhalten ein Bußgeld bis zu 1000 Euro vor.

>> Pressespiegel Polizeipräsidium Osthessen
Quelle: news aktuell GmbH, Hamburg

>> Gaffen wird zur Straftat
Quelle: Münchner Merkur

>> Warum gefährden Gaffer das Leben anderer ?
Quelle: gomobile media GmbH

 

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