Kontrollverschärfung-Ladungssicherung

In der EU soll die Ladungssicherung künftig ein standardisierter Kontrollpunkt im Rahmen der RSI-Richtlinie werden. Foto: Archiv Lasiportal
Auf eine Verschärfung der regemäßigen Sicherheitsinspektion (RSI), auf deren Prüfliste jetzt auch Ladungssicherung steht, haben sich die EU-Verkehrsminister geeinigt. Nur eine regelkonforme Ladungssicherung bedeutet auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr und reduziert Kosten bei Schadensersatzforderungen.
Europa – Gerade bei der EU-weiten Aktionskontrollwoche Roadpol-Schwerverkehr im November 2025 wurden viele und zugleich gravierende Mängel bei der Ladungssicherung festgestellt. Dies verdeutlicht, wie wichtig und notwendig eine Kontrollschärfung für den sicheren Transport von Waren auf den Straßen ist.
Mit ihrem Reformpaket fordert die EU eine visuelle Kontrolle der Ladung schon bei der ersten RSI. Die Verantwortlichen müssen neben der Prüfung von PTI-Zertifikaten, den technischen Zustand des Fahrzeuges zukünftig auch eine systematische Überprüfung der gesicherten Ladung, überprüfen.
In der Anwendung bedeutet das, dass die Prüfung der Ladungssicherung künftig als ein standartmäßiger Bestandteil der RSI-Kontrollen in der gesamten EU gelten soll. Die neue Regelung der Ladungssicherungskontrolle wird demzufolge auf die gleiche Stufe mit den Kontrollen der digital aufgezeichneten Lenk- und Ruhezeiten der Tachographen gestellt. Der EU-Verkehrsrat möchte damit erreichen, dass jährlich mindestens 5 Prozent der zugelassenen Nutzfahrzeuge geprüft werden müssen. Wie trans.info dazu schreibt, wird die Ladungssicherung ein standardisierter Kontrollpunkt und soll künftig im Rahmen der RSI-Richtlinie bei jeder Straßenkontrolle überprüft werden.
Ein weiterer Grund der Kontrollverschärfung liegt in der Auswertung der Unfallstatistik. Diese hat ergeben, dass rund 25 Prozent der Lkw-Unfälle in der EU auf unzureichende Ladungssicherung zurückzuführen sind.
Für Fuhrparkmanager bedeutet dies eine sofortige Überarbeitung der Schulungsprogramme. Grundverstöße bei den Roadpol-Schwerverkehr-Kontrollen machen es deutlich. Trotz vorhandener Technik – Anti-Rutschmatten, zertifizierte Zurrgurte – bleibt der Mensch als größte Schwachstelle der kritische Faktor.
Im § 22 der Straßenverkehrsordnung ist beschrieben, dass die anerkannten Regeln der Technik zur Ladungssicherung anzuwenden sind. Hierzu zählt die die VDI 2700ff. Das 3G Europäisches Kompetenzzentrum Ladungssicherung in Fulda bietet als anerkannte Weiterbildungsstelle Schulungen und Fortbildungen an, in der alle Verantwortlichen die erforderlichen Grundregeln der VDI 2700 vermittelt bekommen, um eine sichere Beförderung von Gütern gewährleisten zu können.

Seminare und Schulungen im 3G Europäisches Kompetenzzentrum für Ladungssicherung Foto: 3G_Europäisches_Kompetenzzentrum_Ladungssicherung
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Seminare – 3G Ladungssicherung
EU verschärft Fahrzeugkontrollen: Was auf Transportunternehmen jetzt zukommt | trans.info
Quelle: trans.info








