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Logistikbranche leidet unter Fachkräftemangel bei Kraftfahrern

Auch die Ladungssicherung ist Thema, wenn es um die Ausbildung von Berufskraftfahrern geht (Foto: DEKRA-Akademie)

Auch die Ladungssicherung ist Thema, wenn es um die Ausbildung von Berufskraftfahrern geht (Foto: DEKRA-Akademie)

Änderung des Berufskraftfahrerqualifikationsrecht soll den Zugang zum Beruf erleichtern.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) will mit der Änderung des Berufskraftfahrerqualifikationsrecht den Zugang zum Berufskraftfahrer erleichtern, um somit dem Kraftfahrermangel in der Logistikbranche entgegen zu wirken. Dies teilt das BMDV in einer Pressmeldung mit. Weiterhin sollen ukrainische Fahrerqualifizierungsnachweise anerkannt und die Umschreibung von ukrainischen Führerscheinen erleichtert werden.

Bundesminister Volker Wissing sagt dazu folgendes:
„Wir wirken dem Fachkräftemangel entgegen und erleichtern Kraftfahrern den Zugang zum Beruf. Denn ohne sie steht die Logistik still, ohne sie ist kein Wachstum möglich. Dabei nutzen wir auch die Chancen der Digitalisierung. Durch die Einführung von digitalem Unterricht in der Berufskraftfahrer-Weiterbildung wird diese moderner und flexibler und das Berufsbild insgesamt attraktiver. Die novellierte Berufskraftfahrerqualifikationsverordnung senkt aber auch die Hürden für die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland. Künftig kann die Prüfung zur beschleunigten Grundqualifikation auch in mehreren Fremdsprachen abgelegt werden. Ukrainische Berufskraftfahrer können ihre Qualifizierung anerkennen lassen, indem sie eine ergänzende Schulung und Prüfung absolvieren.“

Hierzu sollen folgende Maßnahmen laut BMDV umgesetzt werden:

  • Der Verordnungsentwurf im Berufskraftfahrerqualifikationsrecht sieht die Einführung von E-Learning in Form von digitalem Unterricht im Rahmen der Berufskraftfahrer-Weiterbildung vor.
  • Künftig soll zudem das Ablegen der Prüfung zur Erlangung der beschleunigten Grundqualifikation für Berufskraftfahrer neben Deutsch in einer von acht Fremdsprachen ermöglicht werden. Hierzu zählen Englisch, Hocharabisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch und Ukrainisch.

Die ukrainische Ausnahmeverordnung sieht folgendermaßen aus:

  • Für einen erleichterten Berufszugang in Deutschland hat das Kabinett die nationale Ukraine-Ausnahme-Verordnung beschlossen: Die Verordnung (EU) 2022/1280 ermöglicht den Mitgliedstaaten, ukrainische Fahrerqualifizierungsnachweise (begrenzt auf die Dauer des Schutzstatus) anzuerkennen, wenn sie eine ergänzende Schulung und Prüfung absolvieren.
  • Außerdem ist die Aufnahme der Ukraine in die Staatenliste der Anlage 11 Fahrerlaubnis-Verordnung geplant. Damit ist der prüfungsfreie Umtausch der Fahrerlaubnis möglich.
  • Zu den weiteren Maßnahmen gehört die Erweiterung des Sprachenkatalogs für die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung um Ukrainisch und Kurmandschi.

Kommentar der Lasiredaktion:
Das Vorhaben des BMDV über den Digitalisierungsunterricht die Berufskraftfahrerweiterbildung so zu vereinfachen, ist voraussichtlich eine Möglichkeit dem Fahrermangel in der Logistikbranche entgegen zu wirken. Denn ohne Berufskraftfahrer steht die Logistik still und das Wachstum demzufolge auch. Auch den ukrainischen Fahrern den Zugang zu erleichtern, ist sicherlich der richtige Schritt in die richtige Richtung.
Nur sollte eines noch in Betracht gezogen werden, dass auch die Qualifikation und das Berufsbild des Kraftfahrers bei aller notwendigen Erleichterung auf einem guten Niveau bleiben.

Weitere Infos aus dem Lasiportal:

Berufskraftfahrerqualifikation – die sogenannten Module – LasiPortal

Rahmen zum „Berufskraftfahrerrecht“ – LasiPortal

Berufskraftfahrer – LasiPortal

Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz und -Verordnung (BKrFQG) + (BKrFQV) – LasiPortal

 

 

BMDV – Kabinett stimmt Änderungen im Berufskraftfahrerqualifikationsrecht des BMDV zu (bund.de)

Quelle: BMDV

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