Mauterhöhung

Die Mautgebühren werden fast in allen EU-Ländern in 2025/2026 erhöht. Eine finanzielle Mehrbelastung für den Gütertransport. Foto: Archiv
2025/2026 treten europaweit Tarifänderungen der Lkw-Maut und eine CO²-Maut in Kraft.
Europa – Fast jeder Staat in der EU erhöht in 2025/2026 die Tarife für die Lkw-Maut. Das beutet für Unternehmen, dass auch die Kosten für den Gütertransport steigen.
Einen Überblick hierzu gibt der Internationale Verband AISÖ, wie die Verkehrsrundschau in ihren online-Nachrichten schreibt. Die Mautberechnung bezieht sich auf die gefahrenen Kilometer oder bestimmte Strecken unter vermehrter Einbeziehung der CO2 -Emissionsklassen. In der EU gibt es nur wenige Länder, die nicht oder noch nicht ihre Gebühren für die Straßennutzung erhöht beziehungsweise angepasst haben.
Zentrale Entwicklungen im Überblick (Quelle: Verkehrsrundschau):
Belgien
Für alle Nutzfahrzeuge über 3,5 t gilt eine kilometerabhängige Maut (Viapass/Satellic). Die Tarife richten sich nach Gewicht, Emissionsklasse, Straßentyp und Region.
Bulgarien
Lkw über 3,5 t zahlen eine streckenabhängige Maut.
Ab 1. September 2025: Erhöhung der Mautgebühren um ca. 10 Prozent.
Dänemark
Seit 1. Januar 2025 gilt ein kilometergenaues Mautsystem für Fahrzeuge ab 12 t. Die frühere Vignette wurde abgeschafft. Grundlage sind Strecke, Gewicht und CO₂-Klasse.
Deutschland
Mautpflicht für alle Güterfahrzeuge über 3,5 t tzGm. Die Berechnung erfolgt nach Kilometern, Gewicht, Achszahl, Schadstoff- und CO₂-Emissionsklasse.
Frankreich
Mautpflicht auf allen gebührenpflichtigen Autobahnen für Fahrzeuge über 3,5 t. Die Einstufung erfolgt nach Fahrzeugklasse, Achszahl und Emissionen.
Italien
Flächendeckende Autobahnmaut für Fahrzeuge über 3,5 t.
Eine CO₂-basierte Maut ist geplant, aber noch nicht eingeführt.
Kroatien
Streckenabhängige Maut auf Autobahnen und ausgewählten Schnellstraßen. Keine separate CO₂-Maut.
Luxemburg & Schweden
Mautpflicht für Fahrzeuge ab 12 t über das Eurovignetten-System, abhängig von Gültigkeitsdauer, Achszahl und CO₂-Klasse.
Niederlande
Ab 1. Juli 2026: Einführung einer kilometerabhängigen Lkw-Maut, die die Eurovignette ersetzt.
Österreich
Die Mauttarife ab 1. Januar 2026 stehen fest und wurden im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Grundlage ist weiterhin die GO-Maut mit CO₂-Differenzierung.
Polen
Ab 1. Januar 2026: Erhöhung der Mautgebühren um 4 % bis 6,6 %, abhängig von der Fahrzeugklasse.
Portugal & Spanien
Elektronische Mautsysteme für Fahrzeuge über 3,5 t, Abrechnung über OBU bzw. elektronische Streckenerfassung.
Schweiz & Liechtenstein
Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) für Fahrzeuge über 3,5 t. Abrechnung nach Kilometern, Gewicht und Emissionsklasse.
Slowenien
Ab 1. November 2025: CO₂-Emissionsklasse wird bei der Mautberechnung berücksichtigt.
Slowakei
Bereits CO₂-differenzierte Mauttarife im Einsatz.
Weiter Infos auf dem Lasi-Portal:
Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Lkw-Maut – LasiPortal
Lkw-Maut Europa 2025/2026: CO₂-Maut und Tarifänderungen
Quelle: Verkehrsrundschau








