Müdigkeit am Steuer betrifft alle

“Bekämpfung Sekundenschlaf” – ein sensibles Thema der Verkehrssicherheitsarbeit.

DVR: Bewegung an der frischen Luft und gesunder Schlaf helfen – nur ausgeruht ans Steuer !

Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Delikten mit Alkohol oder Drogen am Steuer stellt der Sekundenschlaf ein fast genauso hohes Unfallrisiko dar.

Fehlender Schlaf – die Müdigkeit kommt – der Körper wehrt sich und schaltet in einen sogenannten „Stand-By-Modus“. Da gibt es keine Gegenwehr, so die Experten. Powernapping – Kurzschlaf bis zu 20 Minuten – kann wirken; ausreichender Schlaf macht den Fahrer/die Fahrerin wieder fit.

„Ausgeschlafen und fit ans Steuer“, das betrifft Berufskraftfahrer gleichermaßen wie Reisende, Urlauber, Schicht- oder Nachtarbeiter.

Genau dem entspricht auch die „Kampagne Sekundenschlaf“ der Initiativgruppe „3G Europäisches Kompetenzzentrum“ mit Unterstützung des BGL, des Hess. Fachverbandes Güterkraftverkehr und Logistik e.V. sowie der Hess. Polizei.

Bekanntermaßen sind laut Umfrage rund 26 Prozent der Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer schon mindestens einmal hinter dem Steuer eingeschlafen.

Wer kurz einnickt, legt binnen drei Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 80 Meter im Blindflug zurück. Für Jedermann ist gut vorstellbar, was in dieser kurzen Zeit bei unkontrollierter Fahrt passieren kann.

Berufskraftfahrer unterliegen der Gefahr der Übermüdung. (Grafik Alfred Kafka)

DVR sagt: Fahrer/innen unterschätzen die Gefahr.

26 % der Pkw-Fahrer/innen und  46 % der Lkw-Fahrer/innen sind mindestens schon einmal am Steuer eingeschlafen.

36 % der Lkw-Fahrer/innen wünschen sich von ihrem Arbeitgeber durch eine bessere Routenplanung mehr Zeit an der Rampe und weniger Druck.

34 % der Lkw-Fahrer/innen wünschen sich von ihrem Arbeitgeber auch außerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten ohne Konsequenzen bei akuter Müdigkeit eine Pause machen zu können.

16 % der Lkw-Fahrer/innen wünschen sich von ihrem Arbeitgeber, dass das Thema Müdigkeit am Steuer auch im Rahmen der sicherheitsmedizinischen Untersuchung besprochen wird.

6 % der Pkw-Fahrer/innen und 23 % der Lkw-Fahrer/innen sind schon häufiger als einmal am Steuer eingeschlafen.

Fazit:
Nur wer ausgeschlafen und konzentriert unterwegs ist, schützt sich und andere Verkehrsteilnehmer, so Ute Hammer, Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR)

>> Kampagne klärt über die Gefahren von Müdigkeit am Steuer auf
Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)

>> Schulungsmaterial zum Thema Müdigkeit am Steuer
Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR)

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