Weißdruck VDI 2700 Blatt 16

Die überarbeitete VDI 2700 Blatt 16 gibt Empfehlungen zur Ladungssicherung für Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen. Der Weißdruck wurde im Juni 2026 veröffentlicht., Foto: Archiv
Die VDI 2700 Blatt 16 beinhaltet die Ladungssicherung von Straßenfahrzeugen bis zu 7,5 Tonnen. Nach dem die Einspruchsfrist im November 2025 abgelaufen ist, ist im Juni 2026 der Weißdruck veröffentlicht worden.
Region – Die Neuerungen beziehen sich auf Liefer-, Pritschen- und Kastenwagen von Logistikunternehmen, Paketdiensten und Handwerksbetrieben sowie deren mitgeführten Anhänger. Es ergeben sich für die Unternehmen neue Vorgaben gerade im Hinblick auf die Ladungssicherung und Fahrzeugstrukturen.
Die betreffenden Kraftfahrzeuge bis 7,5 Tonnen haben eine andere Fahreigenschaft als die schweren Nutzfahrzeuge, was zur Folge hat, dass in diesem Fahrzeugbereich speziellere Sicherungsmethoden erforderlich sind. Das Blatt 16 gibt praktische Hinweise für die Ladungssicherung von Kastenwagen, offenen Ladeflächen und geschlossenen Aufbauten. Die VDI 2700 ist kein Gesetzt, wird jedoch in Verbindung mit § 22 StVO (Ladung) als anerkanntes Regelwerk der Technik herangezogen. Gleichzeitig wird auch eine Lücke der Ladungssicherung zwischen den Personenkraftwagen und den schweren Fahrzeugen über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht geschlossen.
Um welche Neuerungen geht es?
- Dynamik der Kräfte und Fahrzeuge
Aufgrund der Beschaffenheit der leichteren Bauweisen der Transportfahrzeuge wirken beim Beschleunigen und Bremsen andere Kräfte auf die Ladung wie zum Beispiel bei einem 40 Tonner. Die überarbeitete VDI 2700 Blatt 16 gibt aufgrund aktualisierter Erkenntnisse der wirkenden Kräfte auf die Ladung Empfehlungen über die Anzahl der zu nutzenden Zurrgurte oder Sperrsysteme.
- Reibgleitwert
Die Richtlinie weist auf die Reibgleitwerte der Ladeflächen in den Transportern hin und empfiehlt aufgrund der errechneten Werte den Einsatz von Antirutschmatten. Diese erhöhen den Reibgleitwert und reduzieren gleichzeitig die Anzahl der Spanngurte, was sich zudem günstig auf die Zeit beim Be- und Entladen auswirken kann.
- Form- und Kraftschluss
Das Blatt 16 geht auf die kraft- und formschlüssige Ladungssicherungsmethoden ein. Bei den Transportern wird unter Nutzung der Stirnwand und Seitenwände die Ladung meist im Formschlussverfahren verladen. Die VDI stellt hierzu deutliche Anforderungen an den Fahrzeugbau beziehungsweise die Fahrerkabine. Die Rückwand der Kabine muss bestimmten Krafteinwirkungen Stand halten und darf sich dabei nicht deformieren, damit für den Fahrzeugführer keine Gefahr entsteht.
Ad-hoc-news empfiehlt in ihrem Online-Bericht den Verantwortlichen drei konkrete Schritt zur neuen VDI 2700 Blatt 16 (Zitat):
- Entwurf prüfen: Machen Sie sich mit den Änderungen im September-2025-Entwurf vertraut.
- Risikobewertung aktualisieren: Prüfen Sie, ob die aktuellen Sicherungsmethoden für Ihre Transporterflotte den neuen Anforderungen genügen.
- Personal schulen: Stellen Sie sicher, dass Fahrer und Verlader die spezifische Dynamik ihrer Fahrzeuge nach der neuen Richtlinie verstehen.
Das Unternehmen Marotech, ein industrieller Ausrüster von Ladungssicherungsmittel, vertritt die Meinung, dass mangelhaft gesicherte Waren beim Transport eher beschädigt werden und dadurch erhebliche Zusatzkosten entstehen können. Sowohl bei Regressansprüchen, aber auch wenn Verstöße geahndet und Bußgelder fällig werden. All dies sind Faktoren, die den Gewinn schmälern.
Weitere Infos auf dem Lasi-Portal:
Einspruchsfrist VDI 2700 Blatt 16 – LasiPortal
Neue VDI 2700 Blatt 16: So ändert sich die Ladungssicherung
Quelle: ad-hoc-news








