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Weiterfahrt untersagt

 

Sattelzug mit Ladungssicherungsmängel bei Betonmischeraufbauten auf der A7 kontrolliert

Foto: ©Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld

Eine Streife der spezialisierten Schwerverkehrsüberwachung der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld hat am Mittwoch, den 22. Juli, auf dem Parkplatz Rotkopf an der A7 in Fahrtrichtung Kassel einen Sattelzug aus Serbien kontrolliert – mit einem alarmierenden Befund: Völlig unzureichende Ladungssicherung, ein technischer Defekt an der Druckluftanlage und ein gefährlich korrodierter Feuerlöscher. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt.

 

Falsches Fahrzeug für die falsche Ladung

Der kontrollierte Sattelzug war eigentlich für den Autotransport konzipiert – der Anhänger verfügte über verstellbare Lochbleche, wie sie für die Sicherung von Fahrzeugen typisch sind. Geladen waren jedoch zwei hintereinander liegende Trommelaufbauten für Betonmischer, für die diese Konstruktion nicht geeignet ist.

Die Kontrollkräfte stellten fest, dass die zur Unterlegung verwendeten Kanthölzer im laufenden Fahrbetrieb bereits verrutscht und mehrfach gebrochen waren. Zusätzlich zeigten die eingesetzten Spanngurte deutliche Beschädigungen. In diesem Zustand hätte bei einer Weiterfahrt ein Herabfallen der gesamten Ladung gedroht – ein Szenario mit erheblichem Gefährdungspotenzial für den nachfolgenden Verkehr. Hinzu kam, dass das Fahrzeuggespann die zulässige Maximallänge deutlich überschritten hatte.

 

Geplatzter Luftfederbalg gefährdete Bremsanlage

Bereits bei der Annäherung war ein lautes Zischen aus dem Motorraum der Zugmaschine wahrnehmbar. Als Ursache identifizierten die Beamten einen geplatzten Luftfederbalg der Kabinenfederung. Da an dieselbe Druckluftanlage auch die Bremsanlage und die Fahrwerksfederung des Sattelzugs angeschlossen sind, führte der Defekt zu einem erheblichen Druckluftverlust im Gesamtsystem. Bei fortgesetzter Fahrt wäre eine Beeinträchtigung von Brems- und Fahrverhalten die unmittelbare Folge gewesen.

 

Korrodierter Feuerlöscher als zusätzliches Risiko

Als weiterer Mangel fiel den Kontrolleuren ein 6-Kilogramm-Feuerlöscher an der Zugmaschine auf, der in einer offenen, beschädigten Kunststoffhalterung lagerte. Der unter Dauerdruck stehende Pulverlöscher war so stark korrodiert, dass jederzeit mit einer unbeabsichtigten Freisetzung des Inhalts zu rechnen war – eine Gefahr auch für andere Verkehrsteilnehmer.

 

Konsequenzen: Umladung, Reparatur und Bußgeld

Die eingesetzten Beamten untersagten die Weiterfahrt des Sattelzuges und ordneten die Umladung beider Betonmischeraufbauten auf geeignete Transportfahrzeuge an. Sowohl die technische Instandsetzung des Fahrzeugs als auch die fachgerechte Entsorgung des defekten Feuerlöschers mussten direkt auf dem Autobahnparkplatz erfolgen. Gegen den Fahrer und den Halterverantwortlichen wurden Bußgeldverfahren im „deutlich vierstelligen Eurobereich“ eingeleitet.

 

Einordnung für die Praxis

Der Fall zeigt exemplarisch, wie gefährlich es ist, ein Transportfahrzeug außerhalb seines konstruktiven Verwendungszwecks einzusetzen. Ein für den Autotransport ausgelegter Aufbau mit Lochblechsystem bietet keine geeigneten Sicherungspunkte für zylindrische, schwere Ladung wie Betonmischertrommeln. Behelfslösungen mit Kanthölzern und Spanngurten können die fehlende formschlüssige Sicherung nicht kompensieren, wie das Verrutschen und Brechen der Unterlegehölzer im vorliegenden Fall belegt.

Der Vorfall unterstreicht zentrale Grundsätze der Ladungssicherung, wie sie unter anderem in der VDI 2700 formuliert sind: Ladungsträger und Sicherungsmittel müssen auf die tatsächliche Ladung abgestimmt sein, und die Sicherung muss den während der Fahrt auftretenden Kräften (Bremsen, Kurvenfahrt, Beschleunigung) dauerhaft standhalten – nicht nur im Stand. Dass gleichzeitig ein sicherheitsrelevanter technischer Defekt an der Druckluftanlage vorlag, macht deutlich, wie wichtig regelmäßige Kontrollen der Schwerverkehrsüberwachung sind, um solche verkehrsunsichere Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen.

 


Fotos: ©Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld

 

 

Hinweis: Dieser Artikel wurde unter Zuhilfenahme einer KI erstellt und vor der Veröffentlichung durch das LasiPortal sachlich geprüft.

Quelle:
>>Polizeipräsidium Osthessen – POL-OH: Untersagung der Weiterfahrt eines Sattelzuges wegen diverser Mängel, Presseportal, 24.07.2026<<

Weiterführende Links:
>>www.lasiportal.de/anderes/wenn-der-gewinn-…ten-im-transport/<<

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