Ladungssicherung in der LandwirtschaftPubliziert am 22. Juni 2014 von Werner Fromkorth

Hallo zum Thema Ladungssicherung in der Landwirtschaft findet man ja mittlerweile viele Beiträge. Gerade in der Erntezeit beim Transport von Stoh- und Heuballen aber auch Getreide und Mail. Hat man die Probleme regelmäßig vor Augen wenn man auf der Straße untewegs ist.
Ich möchte mal den Transport von Stoh- und Heuballen als Quater oder Rundballen ansprechen.
Es gibt ja mittleweile Spezialanhänger, die sogar die Ballen selbstständig aufladen. Diese sind sicher nicht billig und rentieren sich mit sicherheit nur für große Lohnunternehmer die sie häufig einsetzen können.
In der Praxis ist aber so dass die meisten Landwirte ihre Ballen selbst einfahren. Hierzu nehmen sie in der Regel ihren für den Getreidetransport vorgesehenen Anhänger an dem dann die Bordwand nach unten geklappt ist oder auch abgebaut. Seitlicher Formschuß kann nicht hergestellt werden. Oft wird auch über die Bordwand hinaus geladen.
Bei der Verwendung von Zurrgurten (was man ja auch häufig sieht) stellen sich mir folgende Fragen bzw. sehe ich folgende Problme:
1. Nichtvorhanden sein von geeeigneten Zurrösen
2. Einschneiden des Gurtes in den Stohballen
3. Kann die notwendige Vorspannkraft aufgebracht werden.
Hat hier jemand Erfahrung bzw. Lösungsansätze?

>> Siehe auch Einstellung und Beiträge hier im lasiportal.de

Antworten

4 Antworten zu “Ladungssicherung in der Landwirtschaft”

  1. Jens Göhrs sagt:

    Zu den Fragen:

    1. Ist eine Grundvoraussetzung. Hier gibt es keine andere Lösung als Zurrösen fachgerecht anbringen oder andere Anhänger verwenden.

    2. Dazu gibt es schon seit Jahren Planen/Netze die auch zugelassen sind. Im Abfallcontainerbereich geht das auch. Ich habe aber auch schon gesehen dass “normale” Spanngurte genutzt werden mit einer Art “Kantenschoner” die längliche Plastikplatten waren. Breite so 30-40 cm und ca. 1 Meter lang.

    3. Verhält sich das nicht wie Sackware? Hier kann man durch Holzplatten etc. auch das Material befestigen.

    Generell glaube ich aber ist dauerhaft nur eine Plane oder Netze eine Perfekte Lösung.
    Bei Strohballen sehe ich aber auch eine andere Frage als Notwendig. Wie weit ist eine Überladung in der Breite eigentlich erlaubt? Teilweise fahren ja Landwirte mit Anhängern die mehr als 3 Meter breite inkl. Ladung haben. Im Normalen Transportgewerbe ist ab 2.55 meter Breite schon eine Art Dauergenehmigung nötig. Nur weil der Traktor breiter ist gilt das nicht für alles was man hinten dran hängt.

  2. Echtner, René sagt:

    Bezugnehmend auf die Ladungssicherung beim Transport dieser Stroh-, Heuballen, vor allem in Form von Rundballen, sind mir schon mehrfach abenteuerliche Transporte aufgefallen. In doppelter Reihe nebeneinander als auch noch eine Reihe oben drauf und ggf nur einen Gurt in Längsrichtung, der zudem auch noch verlängert (Zwei Gurte zu einem langen gemacht), als Ladungssicherung. Alleine für die Masse der Rundballen ist dieser Eine (Zwei) als eine Einheit bildender Gurt nicht ausreichend. Ein weiteres Merkmal ist die Ladungssicherung zur Seite, meist nur Plattformwagen, nicht gegeben und müßte diesbezüglich gesichert werden. Zu 2. ist das Einschneiden in die Ballen ggf mit Paletten oder Kantenschützern zu minimieren. Zu 1. wäre nur die Möglichkeit gegeben entsprechende Zurrösen am Fahrzeug von einer Fachwerkstatt anbringen zu lassen.

  3. Voraussetzung für eine ordentliche Ladungssicherung ist nach meinem Dafürhalten, das Wissen um die Gefahr welche von der ungesicherten Ladung ausgeht und eine Beratung, welche aufzeigt, wie ich dieser Gefahr begegnen kann.
    Ich zitiere mal von dieser Seite: http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarwirtschaft/Unterwegs-mit-Ballen-und-Quadern-Tipps-zum-sicheren-Transport-von-Stroh_article1279943213.html
    [Zwischen den einzelnen Ballen besteht eine hohe Reibung, sodass schon ein Zurrgurt pro Stapel ausreicht, um eine optimale Bündelung zu erreichen. Das Einschneiden der Gurte ins Stroh sorgt zudem für einen teilweisen Formschluss, wodurch die Ladung zusätzliche Stabilität erhält. Bei besonders großen oder schweren Ballen können jedoch auch mehrere Gurte notwendig sein.]

    Wie bitte erreiche ich Formschluss durch das einschneiden der Gurte?
    Meine Meinung: Zurrplanen oder Zurrnetze, fachgerecht angebrachte Zurrösen und fachliche Unterweisung wie mit diesen Dingen zu verfahren ist.

  4. Der Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse rückt insbesondere zur Erntezeit in den Fokus landwirtschaftlicher Betriebe, landwirtschaftlicher Lohnunternehmer aber auch klassischer Transportunternehmer.

    Ebenso haben die Kontrollbehörden derzeit ein besonderes Augenmerk auf diese Transporte.
    Sehen Sie hierzu im Lasiportal:
    >> Ladungssicherung – gilt auch für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge

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