Ladungssicherung sollte jeder können

Schulungen der Ladungssicherung / Automobil-, Motorrrad- und Touring Club Österreich will alle Bereiche abdecken

Schwerpunktkontrollen von Lkws bringen es immer wieder zu Tage: Oft sind die Ladungen auf Lkw schlecht gesichert. Sei es aus Unwissenheit oder Fahrlässigkeit aller Beteiligten – der Bestrafung entgeht keiner der Verantwortlichen.

„Laut Gesetz ist jeder der am Transport Beteiligten für die richtige Ladungssicherung verantwortlich. Das sind der Fahrer, der Verlader und der Zulassungsbesitzer. Das hat auch seinen guten Grund“, sagt Gerhard Blümel, Leiter der Lkw-/Bus-Fahrerakademie beim Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC). Nimmt nur einer seine Verantwortung nicht wahr, ist der sichere Transport eines Ladeguts nicht mehr gewährleistet.

Der Fahrer muss sichüber die Eigenschaften seines Fahrzeuges informieren und wichtige Details wie Achslasten und etwaige Beschränkungen bereits vor dem Ladevorgang an den Verlader weitergeben. Wie die Ladung gesichert wird, liegt dann in der Verantwortung des Verladers.

Wo sie im Lkw deponiert wird, muss allerdings mit dem Fahrer abgestimmt werden. „Für den sicheren Betrieb des Fahrzeugs ist es wichtig zu wissen, wo der Schwerpunkt der Ladung liegt und wie sich das Gewicht auf die Achsen verteilt“, erklärt der ÖAMTC-Experte.

Der Verlader trägt hier insofern Verantwortung, als dass er auch über die Eigenschaften des Ladegutes Bescheid wissen und seinen Wissensstand mit dem des Fahrers abgleichen muss. Der Fahrzeugbesitzer oder -mieter hat das für den Transport erforderliche geeignete Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Das beinhaltet auch die Verantwortung dafür, dass das Fahrzeug über zweckmäßige Einrichtungen zur Ladungssicherung verfügt.

„Wenn alle Verantwortlichen ihre Möglichkeiten ausschöpfen, dann sollte es bei einer Kontrolle keine Probleme geben. Wichtig ist der Wille zur Zusammenarbeit, das gemeinsame Wissen erleichtert auch vieles“, sagt Blümel. Der Club fordert eine fundierte Aus- und Weiterbildung für alle Beteiligten, eine Verbesserung dieser Situation könne nur durch entsprechende Schulungen in allen Bereichen erfolgen.

Quelle: Österreichischer Automobil-, Motorrad- und Touring Club, Schubertring 1-3, 1010 Wien, http://www.oeamtc.at.

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