Unfallgefahr durch Wildwechsel

Zusammenstöße verhindern und Lebensräume schützen

Unfall mit einem Wildtier

Achtung Wildwechsel

Achtung Wildwechsel, warnt das Verkehrsschild Nummer 142

In Deutschland kommt es durchschnittlich alle zwei Minuten zu einem Unfall mit einem Wildtier. Im Jahr 2015 meldeten insgesamt 236.000 PKW-Fahrer einen Unfall mit einem Wildtier. Damit sind die Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren stark angestiegen.

Es gibt klare Regeln dafür, wie man sich als Autofahrer verhalten soll, wenn man sich einem Waldgebiet mit erhöhtem Wildwechsel nähert. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren einige Präventionsansätze entwickelt, die die Gefahren von Wildwechsel und die hohen Unfallzahlen künftig verringern sollen.

>> Regeln Wildwechsel

Nachstehend finden sie einen Berichtsauszug aus dem Präventionsportal der Polizei. Die Originaltexte finden sie jeweils über die unten stehenden Links auch zu download (pdf):

Wann überqueren Wildtiere die Straße?

Durch den Wildwechsel werden Waldgebiete und auch Übergangsbereiche zwischen Waldrändern und Feldern zu gefährlichen Unfallstellen. Hier warnt das Verkehrsschild Nummer 142, auf dem ein springender Rehbock abgebildet ist.
Für Autofahrer bedeutet das: Geschwindigkeit reduzieren und Aufmerksamkeit erhöhen. Je schneller man fährt, desto gefährlicher wird ein Wildunfall – auch für die Personen im Fahrzeug. Schon bei einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern wirkt ein Aufprall mit einem 60 Kilogramm schweren Wildschwein wie der Zusammenstoß mit einem 3,5 Tonnen schweren Nashorn.

Keine Ausweichmanöver riskieren

Um entdeckte Tiere durch das Licht nicht zu blenden, sollte man das Fernlicht abblenden und seine Geschwindigkeit so reduzieren, dass man jederzeit anhalten kann.

Durchschnittlich kommt es alle zwei Minuten in Deutschland zu einem Unfall mit einem Wildtier (Bildrechte: Lasiportal.JR)

Durch das Betätigen der Hupe kann man die Tiere wieder zurück in den Wald scheuchen. „Beobachtet man aus weiter Entfernung einen Wildwechsel über die Straße, denken viele Autofahrer nicht daran, dass Nachzügler folgen können.

Sie bremsen nicht weiter oder beschleunigen sogar wieder, was zu noch schwereren Unfällen führen kann. Für den Fall, dass ein Aufprall nicht mehr verhindert werden kann, wird von riskanten Ausweichmanövern abgeraten.

Wenn es gekracht hat

Hatte man einen Unfall mit einem Wildtier, ist es zunächst am wichtigsten, die Unfallstelle abzusichern. Dazu gehört auch, dass man das Tier aus dem Gefahrenbereich zieht, falls es in der Mitte der Fahrbahn liegt und weitere Verkehrsteilnehmer gefährden könnte. Beim Absichern der Unfallstelle muss man  immer zunächst die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer im Blick haben. Für Autofahrer, die Wild anfahren, es nicht melden und sich nicht weiter um das Wildtier kümmern, hat man kein Verständnis. Auf jeden Fall ist umgehend die Polizei über den Notruf 110 einzuschalten.

Wildunfälle verhindern

Aufgrund der steigenden Unfallzahlen wurden in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit
mit der Jägerschaft einige Präventionsansätze entwickelt.

Bildrechte: Lasiportal.JR

Wurde ein Wildtier angefahren ist umgehend der zuständige Jagdpächter zu verständigen oder die Polizei über den Notruf 110 einzuschalten (Bildrechte: Lasiportal.JR)

Auf Grundlage dieser Informationen können potenzielle Wildunfallschwerpunkte bei der Verkehrs- und Landschaftsgestaltung besser berücksichtig werden. Das Tierfund-Kataster ist kostenlos auch als App erhältlich, sodass Autofahrer die Wildunfälle und Tierfunde jederzeit melden können.

>> App Tierfunde melden Tierfund-Kataster

>> Unfallgefahr durch Wildwechsel (pdf)

>> Zusammenstöße verhindern und Lebensräume schützen

Quelle: Präventionsportal Polizei; © Verlag Deutsche Polizeiliteratur; polizei-dein-partner.de

Sehen sie sich auch den Videofilm unter dem Stichwort „Wildwechsel“ an:

>> Trauriger Rekord – Wildunfälle

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