Ladungssicherung

Ladungssicherung - ein Klassiker im Gütertransport

Ladungssicherung – ein Klassiker im Gütertransport

Beim täglichen Transport von Waren, Gütern oder Arbeitsmaterialien muss auf die ordnungsgemäße Sicherung der Ladung geachtet werden. Transportschäden und volkswirtschaftliche Schäden, die durch eine mangelhafte Ladungssicherung hervorgerufen werden, beziffern sich jährlich auf mehr als vier Milliarden Euro. Die häufigsten Ursachen sind fehlende oder falsch angebrachte Sicherungen. In vielen Situationen verschiebt sich die Ladung nur in einem geringen Maße. Falls die Ladung abrutscht, können mitunter gravierende wirtschaftliche und personelle Schäden entstehen. Bei Straßentransporten treten insbesondere beim Bremsen, in Kurven und auf unebenen Straßen immens hohe Kräfte auf. Daher sollten die Frachtgüter stets optimal gesichert werden. Wissenschaftliche Studien und Polizeikontrollen belegen, dass mehr als 70 Prozent der Fahrzeuge mangelhaft oder gar nicht gesichert waren.

Rechtliche Konsequenzen

Gemäß §§ 22 Straßenverkehrsordnung (StVO) muss die Ladung so verstaut werden, dass diese selbst bei Ausweichbewegungen oder einer Vollbremsung nicht verrutschen kann. Für die Ladungssicherung sind Fahrer, Fahrzeughalter und Verlader zuständig. Je nach Situation können im Schadensfall auch Frachtführer und Absender verantwortlich gemacht werden. Falls eine mangelhafte Ladungssicherung festgestellt wurde, können Fahrer, Fahrzeughalter und Verlader verantwortlich gemacht werden. Diese erwartet ein Bußgeld oder Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg. In Einzelfällen können einzelne Personen bis zu 15 Punkte erhalten.

Ladungssicherung – kein großer Aufwand

Um eine Ladungssicherung auszuführen, können zahlreiche Mittel verwendet werden. Die Ladung sollte im Regelfall formschlüssig angelegt werden. Unter einer formschlüssigen Sicherung wird verstanden, dass die Ladung an die Wände des Fahrzeuges gelegt wird. So kann diese durch das Fahrzeug gehalten und ein Verrutschen durch Freiräume vermieden werden. Freiräume sollten durch Füllmittel wie Paletten, Schaumstoffpolster oder Luftsäcke beseitigt werden. Durch Keile und Balken kann die Ladung fest verstaut werden.

Zurr- und Hilfsmittel

Um eine Ladungssicherung optimal durchzuführen, können verschiedene Zurr- und Hilfsmittel genutzt werden. Antirutschmatten, Keile, Sicherungsnetze, Zurrketten, Drahtseile und Zurgurte sind die beliebtesten Mittel zur Ladungssicherung. Besonders wichtig sind Zurrmittel wie Zurrgurte. Mit diesen kann die Ladung künstlich beschwert werden. So sind dessen Kräfte stets größer als die Fliehkraft.
Die Kombination aus kraftschlüssiger und formschlüssiger Ladungssicherung
Die Ladungssicherung ist besonders effektiv, wenn form- und kraftschlüssige Ladungssicherung miteinander kombiniert werden. Hierbei wird die Ladung formschlüssig an die Wände gelegt, die Freiräume werden durch Füllmittel beseitigt. Anschließend wird die Ladung zusätzlich mit Zurrgeräten versehen. Die „doppelte“ Sicherung bewirkt einen sehr hohen Wirkungsgrad.
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