Sicherheit bleibt Schwerpunkt deutscher Verkehrspolitik

Junge Auszubildende als Berufskraftfahrer beim Aktions- und Kontrolltag in Kirchheim. Gespräche mit der Polizei sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Aufklärung ist wichtig – Kontrollen sind unerlässlich !

„Verkehrssicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Eine ‚Vision Zero‘ wird nur dann erfolgreich sein, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer ihrer Verantwortung für sich und andere bewusst sind und mit gegenseitiger Rücksichtnahme am Straßenverkehr teilnehmen“, sagen verantwortliche Politiker im deutschen Bundestag.

„Ob im Stau, beim Einparken, an der Ampel oder auf der Autobahn – im täglichen Straßenverkehr ist die Hölle los, weil alle ihre eigenen Vorstellungen davon haben, wer auf den Straßen das Sagen hat“, so lautet der Vorspann einer Fernsehsendung von SAT.1.

Diese beiden Aussagen sind Grund genug, mit dem Bemühen um mehr Verkehrssicherheit nicht nachzulassen.

Neunzig Prozent aller Unfälle beruhen auf menschlichem Fehlverhalten. Mit finanzieller Förderung durch das Bundesverkehrsministerium leisten der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die Deutsche Verkehrswacht wichtige Aufklärungsarbeit im Bereich der Sicherheit auf deutschen Straßen.

Über alle dem steht der tägliche 24-Stundeneinsatz der Polizei auf der Straße und der tägliche Dienst der BAG für den Güterverkehr. Mit zahlreichen Aufklärungsprojekten leistet die Polizei in den Bundesländern einen wichtigen Beitrag für Verkehrssicherheit, und der alte Grundsatz: „Repression ist die beste Prävention“ wird immer seine Berechtigung haben.

Der DVR, Initiator des Verkehrssicherheitstages am 18.06.2022 schreibt:
Zum diesjährigen Tag der Verkehrssicherheit bedanken wir uns ganz herzlich bei allen rücksichtsvollen und umsichtigen Verkehrsteilnehmern.

Darüber hinaus ein herzliches Danke an alle Transportunternehmen, die über das gesetzliche Maß hinaus Systeme und Einrichtungen zur Verkehrssicherheit an und in ihren Fahrzeugen verbauen (z.B. Notbrems- und Abbiegeassistenzsysteme) und an alle Unternehmen, die bei der Tourenplanung an ausreichende Erholungspausen ihrer Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer denken.

Vor dem Hintergrund des täglichen Unfallgeschehens spielt bei den Untersuchungen schwerer Unfälle mit schwersten Folgen oft eine Vermeidbarkeitsbetrachtung eine Rolle. Ein aktuelles Gerichtsverfahren in Frankenthal (Quelle: Südwestfunk, 70 190 Stuttgart), verursacht durch einen Raser, lässt da alle Initiativen der Verkehrsprävention und Aufklärung an Grenzen stoßen.

>> Jaguarfahrer als Raser vor Gericht
Quelle: Südwestfunk, 70 190 Stuttgart

 

 

 

 

„Zerro“, die Vision, dass wir bald auf Deutschlands Straßen keine Verkehrstoten mehr zu beklagen haben ( Bild DVR ).

Oberstes Gebot im Straßenverkehr.

Der Tag der Verkehrssicherheit befasst sich ganz allgemein mit zentralen Fragen der Verkehrssicherheit wie überhöhte Geschwindigkeit/Raser, Nichtanlegen von Sicherheitsgurten, Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, Übermüdung/Sekundenschlaf, Freihalten der Rettungsgasse und Sicherheit von Zweiradfahrern und Fußgängern.

Das ist nur eine Auswahl der klassischen Themen, die Verkehrsteilnehmer täglich auf unseren Straßen beschäftigen und die Polizei mit Kontrollen und Unfallaufnahmen in Atem halten.

„Jeder Tote ist einer zu viel“! Das BMDV (Bundesministerium für Digitales und Verkehr) verfolgt das Ziel der „Vision Zero“: keine Toten im Straßenverkehr. „Wir arbeiten an zahlreichen Maßnahmen zum Schutz des Lebens. Neuerungen der StVO sollen den Straßenverkehr noch sicherer, klimafreundlicher und gerechter machen. Auf europäischer Ebene arbeiten wir intensiv an neuen Fahrzeugsicherheitssystemen“, sagt ein Sprecher des BMDV.

Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten ist heute auf ihrem niedrigsten Stand. Insgesamt sind in Deutschland seit 1950 über 750 000 Menschen im Straßenverkehr getötet worden. Im Jahr 2009 waren es 4.152 Personen, im vergangenen Jahr 2021 waren es 2.569 Menschen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen.

Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Straßenverkehrsunfälle wurden lt. statitischen Erhebungen im Jahr 2020 mit 31,477 Milliarden Euro beziffert.

Tag der Verkehrssicherheit
Jedes Jahr am dritten Samstag im Juni sind bundesweit alle Organisationen, Institutionen, Städte und Gemeinden, Unternehmen, soziale Einrichtungen und alle weiteren Interessierten dazu eingeladen, mit Veranstaltungen und Aktionen auf das Thema Unfallprävention aufmerksam zu machen.

  • Wann 18.06.2022
  • Wo bundesweit

Initiator ist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Lasiportal war im Jahr 2017 ein Initiator des „Tages der Verkehrssicherheit“. Unser Thema vor 5 Jahren war die „Übermüdung und der Sekundenschlaf im Straßenverkehr“. Wir haben mit zahlreichen Initiativen, Beiträgen und Einstellungen zu dieser höchst verkehrgefährdenden Thematik aufgeklärt und wollen uns auch 2022 auf diesem Wege wieder gerne beteiligen.

>> Tag der Verkehrssicherheit 2022
Quelle: DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., 10117 Berlin

>> Tag der Verkehrssicherheit 2019
Quelle: Lasiportal

>> Bekämpfung Sekundenschlaf, Tag der VK-Sicherheit 2017
Quelle: 3 G Kompetenzzentrum, 36 041 Fulda

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