Fahrermangel schlägt Alarm “

Sind bald die Regale in den Märkten leer ?

Junge Berufskraftfahrer während ihrer Ausbildung am Landesaktionstag Ladungssicherung der Hessischen Polizei in Kirchheim

Fahrer diskutieren auf dem Autohof; hier geht es um Verkehrssicherheit.

Der Gütertransport auf der Straße ist nach wie vor der „Klassiker“ in Deutschland und Europa in der Verbringung von Waren von Ort zu Ort. Entlastung durch die Bahn ist langfristig nicht zu erwarten. Der Lkw wird das Transportmittel der Stunde bleiben.

Doch auf jedem Lkw muss ein Fahrer/eine Fahrerin sitzen. Genau hier beginnt z.Zt. ein regelrechter Kampf der gesamten Logistikbranche um Fahrpersonal. Von den Verbänden veröffentliche Zahlen sprechen von 50.000 fehlenden Fahrern, eine giganstische Zahl.

Das bedeutet, dass Lkw´s und sogar Flottenteile auf den Betriebshöfen stehen bleiben müssen und dass Güter nicht transportiert, verfrachtet und ausgeliefert werden können.

Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Güterverkehr, Logistik und Umwelt (BGL) sagt: “Wir sind kurz vor dem Versorgungskollaps“. Die Gesamtlage wird sich dadurch verschärfen, dass jährlich ca. 30.000 Fahrer in Rente gehen und nur halb so viele Fahrer wieder in den Beruf nachrücken. Das kann nicht mehr lange gut gehen. Und noch krasser: Schätzungen bis zum Jahr 2030 lassen befürchten, das bis dahin 150.000 Fahrer/Fahrerinnen in Deutschland fehlen werden.

Vor diesem Hintergrund müssen Anreize für neues Fahrpersonal geschaffen werden:

  • den Beruf attraktiver machen, soziale Komponenten verstärken, Image verbessern, angemessene Bezahlung,
  • Bedingungen an den Rampen verbessern, planbare Wartezeiten, Parkplatzsituation an den Autobahnen, Angebot und sanitäre Versorgung auf den Rasthöfen etc.,
  • vermehrt sollen Frauen für diesen Beruf geworben werden ( z.Zt. gibt es weniger als 2 % Berufskraftfaherinnen ),

Lasiportal beschreibt kurz das Anforderungsprofil an Berufskraftfahrer/innen:

  • Gewerbliche Lkw-Fahrer/Fahrerinnen benötigen zusätzlich zu ihrer Fahrerlaubnis der Klasse C einen Nachweis der Berufskraftfahrerqualitikation mit 5 Modulen ( Eintrag Ziff. 95 im EC Führerschein).
  • Die Grundqualifikation ist alle 5 Jahre mit einer 35-Stunden-Fortbldung aufzufrischen.
  • Für den Erwerb der Führerscheinklasse C sind im Minimum 16 Doppelstunden Theorie und 10 Fahrstunden (bei vorherigem Besitz der FS-Klasse B) vorgesehen.

>> Immer weniger Fahrer
Quelle: BGL, Frankfurt

>> Lkw-Fahrer dringend gesucht
Quelle: Deutschlandradio, Köln

>> Pro-Fahrer Image
Quelle: Profi-Initiative Fahrer-Image, Ffm, Breitenbachstraße 1

 

 

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