Unfallgeschehen im Blickpunkt

– Zahl der Verkehrstoten europaweit gesunken – auch durch Corona –

Pressemitteilung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats

Pressemitteilung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats

 

Laut dem heute am 15.6. 2022 veröffentlichten Road Safety Performance Index (PIN) des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) ist europaweit die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten binnen zehn Jahren um durchschnittlich 31 Prozent zurückgegangen. In Deutschland sanken die Zahlen von 2011 bis 2021 um 36 Prozent. Allerdings wirkt sich dabei die gesunkene Mobilität durch die Covid-19-Pandemie aus, so dass auch europaweit mit einem Wiederanstieg der Zahlen gerechnet werden muss.

>> DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf kommentiert hier die Zahlen

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.
German Road Safety Council – www.dvr.de

 

 

Statistisches Bundesamt und Polizei präsentieren die Zahlen 2021.

Auf großen Bannern weisen Polizei und DVR auf die klassischen Unfallgefahren hin.

Lasiportal berichtete vor wenigen Wochen, dass im vergangenen Jahr allein bei Auffahrunfällen 70 Lkw-Fahrer ums Leben gekommen sind.

Laut der aktuellen Statistik des Bundesamtes in Wiesbaden verloren 2021 insgesamt 2569 Menschen auf bundesdeutschen Straßen ihr Leben. Immer dann, wenn diese Zahl am Beginn eines folgenden Jahres durch die Medien geht, folgt ein Erwachen der Bürgerschaft. Das sind 2569 persönliche Schicksale, die ebenso viele Familien, Freunde, Kameraden und Arbeitskollegen mit einem einzigen Ereignis tief betroffen machen.

Neben den 70 Fahrern am Stauende kamen noch weitere 64 Lkw-Fahrer bei Verkehrsunfällen durch anderen Ursachen ums Leben. Und immer wieder wird nach den Ursachen gefragt, und immer wieder wird nach neuen Ansätzen gesucht, die Verkehrssicherheit punktuell zu verbessern,

Neben den Tipps, die allgemein auch für Pkw-Fahrerinnen und Fahrer gelten, erweitert die Polizei ihre Empfehlungen für Lkw-Fahrer:

  • „Halten Sie sich an die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten“,
  • „Halten Sie die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände ein“,
  • „Deaktivieren Sie keinesfalls die Fahrerassistenzsysteme“,
  • „Sichern Sie Ihre Ladung fachgerecht“.

Natürlich gibt es auch ´hausgemachte´ Ursachen, die dem Fahrpersonal das Leben schwer machen: An Deutschlands Autobahnen machen jede Nacht Zehntausende Lkw-Fahrer Rast. Viele von ihnen suchen vergeblich einen Abstellplatz. Bundesweit fehlen 30.000 Parkmöglichkeiten für Lkw, sagt Thorsten Hölser vom Speditions- und Logistikverband Hessen/Rheinland Pfalz.

Gerhard Brink, Sprecher der Verkehrswacht in Fulda, sieht Ablenkung und Übermüdung als große Unfallgefahren. „Müdigkeit wirkt wie Alkohol, und lt einer Umfrage unter Fahrern sind 46 % schon einmal hinter ihrem Lenkrad eingenickt“, sagt Brink.

Dennoch verzeichnet das Stat. Bundesamt seit Jahren einen positiven Trend in der Statistik der tödl. verletzten Personen. Aber keine Zahl soll uns ruhen lassen, jede Unfallursache zu bewerten und die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Blick zu haben.

>> Unfalltote 2021 – historischer Tiefstand
Quelle: Auto Zeitung, Bauer Xcel Media Deutschland KG, 20 077 Hamburg

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