Ladungssicherung in der Polizeipraxis

Polizei HessenLehrgang „Ladungssicherung“ wurde mit praktischer Arbeit verknüpft / Viele Beanstandungen Elf Polizeibeamte, die gerade einen Lehrgang „Ladungssicherung“ an der Hessischen Polizeischule absolvieren und im Rahmen eines Praxistages einer Verkehrskontrolle auf der A 3 beiwohnten, staunten nicht schlecht: Von 15 kontrollierten Brummis waren elf zu beanstanden.Über drei Stunden hatten die Beamten der Verkehrsinspektion im Beisein von Mitarbeitern der Regierungsbezirke Gießen und Darmstadt an der Tank- und Rastanlage Weiskirchen-Süd Stellung bezogen. Gleich der erste Lastwagen hatte 736 Kunststoffkanister mit je 20 Liter Fassungsvermögen völlig ungesichert auf Europaletten gelagert. In diesem Fall erwarten den Fahrer, den für das Verladen Verantwortlichen in Belgien, den österreichische Halter sowie den österreichischen Beförderer Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Gefahrgutrecht.Ein anderer Lastwagen hatte sein transportiertes Speditionsgut in so genannten Octabins (achteckige Kartonagen mit einem Gewicht von 1000 Kilogramm und einer Höhe von 2,50 Meter) geladen. Auch hier stellten die Kontrolleure die Sicherung mit so genannten Zurrgurten als völlig unzureichend fest; der Laster wurde zum Industriepark in Hanau-Wolfgang geleitet, wodie Ladung mit Holzpaletten stabilisiert wurde. Auch hier erwarten, wie im zuvor geschilderten Fall, die Beteiligten zum Teil deftige Bußgelder.Zu viele Baumstämme hatte ein Holztransporter auf den Achsen, der nach Durchsicht der mitgeführten Unterlagen und Papiere zum Entladeort begleitet und gewogen wurde. Sechs Tonnen Übergewicht bei der Ladung bedeuten für den Fuhrunternehmer ein so genanntes Gewinnabschöpfungsverfahren, mit dem er sich nun auseinandersetzen muss.

Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

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