Kontrollen von Tiertransporten bald schärfer

Vorschriften für Tiertransporte sollen EU-weit noch in diesem Jahr verschärft werden (Fernsehfilm)

Transportunternehmen aufgepasst: Noch in diesem Jahr will die Europäische Kommission die Vorschriften für Tiertransporte verschärfen. Im Zentrum eines Vorschlags steht die besondere Berücksichtigung von Schlachttieren, deren maximale Transportzeit auf neun Stunden begrenzt wird. Ausnahmen sollen möglich sein, wenn sich im Umkreis von 550 Kilometern zum Abfahrtsort nicht mehr als zwei Schlachthöfe befinden. Für Tiere, die nicht zur Schlachtung unterwegs sind, wird die mögliche Reisezeit auf dem erstenTeilabschnitt auf 20 Stunden beschränkt. Spätestens dann müssen die Tiere jedoch – wie bereits 1997 beschlossen – an einem Kontrollpunkt ausgeladen, gefüttert und getränkt werden und für mindestens neun Stunden ruhen. Neu geregelt werden für Nicht-Schlachttransporte ferner die Besatzdichten.Auf die Problematik von Tiertransporten machte vor kurzem auch der WDR-Beitrag „Bericht aus Brüssel“ aufmerksam, der das Engagement der Tierschutzorganisation „Animals Angels“ zum Thema hatte. Diese will der erwähnten EU-Verordnung zur Durchsetzung verhelfen. In Zusammenarbeit mit Polizei und Veterinärbehörden organisieren die Tierschützer Kontrollen in ganz Europa. Denn das Leiden der Tiere soll eigentlich die 1997 beschlossene EU-Verordnung vermeiden. Doch es scheitert oft an der Umsetzung. Die Tierschützer kritisieren, dass es zu wenige Kontrollen gibt, viel zu viele Transporte würden abgefertigt, ohne die Transportplanung zu prüfen, und auch die Tiere würden nicht auf Transportschwierigkeiten gecheckt. „Animals Angels“ hat in den letzten Jahren hunderte Kontrollen in Europa durchgeführt. Nicht ein einziger Transport war dabei, der den Vorgaben der EU- Verordnung zum Schutzvon Tieren beim Transport entsprach.

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