Erschreckende Mängel bei Gefahrguttransportern

Polizei kontrollierte Gefahrgut-Lkw/Verstöße gegen Ladungssicherung

Wie fahrlässig bisweilen mit Gefahrgut umgegangen wird, mussten kürzlich zahlreiche Beamte der Autobahnpolizei Winsen und Sittensen sowie der Polizeiinspektion Lüneburg feststellen, die an mehreren Tagen Gefahrguttransporte auf den Autobahnen in ihrem Zuständigkeitsbereich kontrollierten. Ziel war die Überprüfung von Transporten, die Feuerwerkskörper geladen hatten.Gerade in der Vor-Silvesterzeit können zahlreiche Transporte auf den Autobahnen beobachtet werden, die Knaller und Raketen zu Supermärkten oder in Verteillager befördern. Da jeder Feuerwerkskörper immer auch explosives Material beinhaltet, ergibt sich aus der Menge des geladenen Gutes eine nicht zu verachtende Gefahr. Darüber hinaus konnten von den Beamten noch Verstöße gegen die Vorschriften der Ladungssicherung, gegen die Kennzeichnungspflicht sowie fehlende Ausrüstungsgegenstände und mangelhafte Begleitpapiere festgestellt werden. Auch waren einige Fahrer zu lange unterwegs oder hatten ihre Pausenzeiten nicht eingehalten.Insgesamt wurden im Kontrollzeitraum 33 Fahrzeuge, teilweise auch mit anderen Gefahrgütern beladen, kontrolliert. Davon mussten 15 Fahrzeuge beanstandet werden.Leider mussten die Beamten in diesem Jahr feststellen, dass offensichtlich der Umgang mit diesen gefährlichen Gütern nicht immer mit der nötigen Sorgfalt geschieht. So wurden insgesamt neun Transporte beanstandet, bei denen die Versandstücke (also die Kartons) erheblich beschädigt waren. In diesen Fällen war stets eine Umladung nötig. In einem gravierenden Fall waren sogar bereits die Feuerwerkskörper selbst beschädigt. Diese mussten fachgerecht entsorgt werden und durften nicht mehr weiter transportiertwerden. Insgesamt wurde neun Fahrern zunächst ganz die Weiterfahrt untersagt. Die Verantwortlichen erwarten nun zum Teil erhebliche Bußgelder. Diese gezielte Kontrolle hat mal wieder gezeigt, dass eine regelmäßige Überprüfung von Gefahrguttransporten unbedingt erforderlich ist.

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Quelle: news aktuell GmbH; presseportal.de

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