Gefahrgüter waren völlig ungesichert

Autobahnpolizei stoppt Kleintransporter mit Gefahrgut auf der A 1/Von Ladungssicherung konnte keine Rede sein 

Nachlässig und fahrlässig – dies sind Attribute, mit denen Polizeibeamte bisweilen den Umgang mit der Ladungssicherung bezeichnen. Ein besonders gravierender Fall wurde jetzt von der Autobahnpolizei Winsen/Luhe gemeldet:

Auf der A 1 hatten Beamte einen Kleintransporter (Sprinter) mit französischer Zulassung kontrolliert. Das Fahrzeug war besetzt mit zwei Personen auf dem Weg nach Dänemark.

Eine ersteÜberprüfung ergab, dass der Beifahrer, ein 32-jähriger Mann aus dem Großraum Paris, von der Staatsanwaltschaft Weiden in der Oberpfalz mit einem Vollstreckungshaftbefehl gesucht wurde. Er musste 810 Euro bezahlen, ansonsten wäre er in die Justizvollzugsanstalt Lüneburg gebracht worden.

Das nächste Problem tauchte jedoch nach Öffnung der Ladetüren auf. Auf der Ladefläche lagen und standen diverse Versandstücke, darunter auch Gefahrgüter der Klasse 8 (Ätzende Stoffe).

Von einer Ladungssicherung konnte keine Rede sein, die Gefahrgüter standen völlig ungesichert herum. Ferner fehlte noch der vorgeschriebene Feuerlöscher, und das Beförderungspapier war teilweise mangelhaft.

Die Weiterfahrt war für die beiden Franzosen damit beendet, gegen beide wurde eine Kaution in Höhe von jeweils 500 Euro festgesetzt.

 

Quelle: Polizeiinspektion Harburg, Autobahnpolizei Winsen/Luhe; presseportal.de/polizeipresse

Weitere Infos zu dieser Thematik gibt’s im Lasiportal:

Kleintransporter: Problemfall und / oder Verkehrsrisiko . . .

Unsachgemäßer Umgang mit Gefahrgut . . .

Gefährliche Abfälle nahezu ungesichert . . .

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