Gefahrgutfässer mangelhaft gesichert

Kontrollen von Gefahrguttransporten und des Schwerverkehrs/Teilweise gravierende Mängel

Mangelnde Ladungssicherung kann gerade bei Gefahrguttransporten gravierende Folgen haben. Um Aufklärung zu betreiben, inspizierten bei einer Gefahrgut- und Schwerverkehrskontrolle auf der A 3 Köln-Frankfurt (Tank- und Rastanlage Bad Camberg-West) Beamte der Polizeiautobahnstation Wiesbaden, 16 Lkw.

Davon waren zehn Fahrzeuge mit Gefahrgut beladen. Insgesamt mussten zehn Lkw beanstandet werden, davon fünf Gefahrguttransporte. Bei zwei Fahrzeugen musste die Weiterfahrt wegen gravierender Mängel untersagt werden.

Ein Lkw-Fahrer aus der Slowakei hatte 80 Fässer mit Gefahrgut geladen, ohne diese ausreichend gesichert zu haben. Außerdem hatte er die vorgeschriebenen schriftlichen Weisungen nicht dabei, aus denen er Informationen entnehmen kann, wie sich bei einem Zwischenfall zu verhalten hat. Erst nachdem bei einer nahen Spedition die Ladungssicherung vorgenommen worden war und sein Chef ihm die schriftlichen Weisungen zugefaxt hatte, konnte er seine Fahrt fortsetzen.

Der Fahrer eines Tankfahrzeuges mit einer leicht entflammbaren Flüssigkeit hatte am Vortag die vorgeschriebene Lenkzeit erheblich überschritten. Statt der zugelassenen zehn Stunden war er über 15 Stunden unterwegs gewesen. Außerdem war das Datum der Sicherheitsprüfung an seinem Auflieger abgelaufen.

Der Fahrer eines anderen Tankfahrzeugs war auf dem Weg ins Tanklager nach Flörsheim, um dort Benzin und Diesel zu holen. Die erforderliche Genehmigung des Main-Taunus-Kreises, außerhalb der Autobahn fahren zu dürfen, war seit 2007 abgelaufen.

Insgesamt wurden neun Ordnungwidrigkeitsanzeigen erstattet und fünf Verwarnungen erteilt. An den Kontrollen waren außerdem Mitarbeiter des Landratsamtes Limburg-Weilburg, des Ordnungsamtes Weilburg und des Amtes für Arbeitsschutz in Hadamar beteiligt.

Quelle: Polizeipräsidium Westhessen/Wiesbaden; presseportal.de/polizeipresse

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