Giftgefahr aus dem Container

Viele Container ausÜbersee enthalten mit Nervengift behaftete Ladung/Lkws mit abgeklebten Lüftungsschlitzen (Videofilm)

Lebensgefährliche Fracht: Tausende Container mit Holzpaletten kommen täglich in den Seehäfen in Hamburg und Rotterdam an. Doch viele dieser Container sind mit Nervengiften behaftet. „Report München“ ist dieser Problematik nachgegangen.

Wie gefährlich Giftgas aus Containern ist, mussten Arbeiter der Messe München im September 2007 erfahren. Die Männer hatten einen Container mit Maschinenteilen aus Indien ausgeladen, die ganze Gruppe erlitt Vergiftungserscheinungen.

Methylbromid oder Brommethan ist ein Schädlingsbekämpfungsmittel, mit dem Container aus Übersee behandelt werden um zu verhindern, dass Pflanzenschädlinge in die EU importiert werden. Doch das hochgiftige Nervengas bedroht auch den Menschen.Beim Zoll in Hamburg werden täglich Tausende von Containern abgefertigt. Entsprechend hoch istdie Gefährdung für die Zöllner, weil sie die ersten sind, die Container öffnen und mit Giftgasen konfrontiert werden.

Knapp ein Drittel der Container, die nach Deutschland importiert werden, sind mit Giften belastet. Besonders schlimm: der Großteil der mit Nervengift behandelten Container ist nicht als solcher gekennzeichnet.

Der Zoll zeigt Anzeichen von möglicher Begasung: abgeklebte Lüftungsschlitze. Die Fahrer wissen oftmals nicht, ob ihr Container Giftgas enthält oder nicht. Manche Lkws haben abgeklebte Lüftungsschlitze, abgeklebte Türen und verdächtige Aufkleber.

Quelle: Bayerischer Rundfunk, Rundfunkplatz 1, 80300 München, info@br-online.de

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