Ladungssicherungsmängel und Überladung von Lkws

Aktuelle Beispiele aus der Polizeipraxis: Papierrollen auf überladenem Sattelzug grob mangelhaft gesichert

Mit mangelnder Ladungssicherung und Überladung von Lkws werden Polizeibeamte häufig bei Kontrollen konfrontiert

Mit mangelnder Ladungssicherung und Überladung von Lkws werden Polizeibeamte häufig bei Kontrollen konfrontiert

Mangelnde Ladungssicherung und Überladung von Lkws – mit dieser gefährlichen Kombination werden Polizeibeamte häufig kontrolliert. Nachfolgend zwei aktuelle Beispiele:

Bei einer mehrstündigen Lastwagen-Kontrolle der Osnabrücker Polizei an der Tank- und Rastanlage Dammer Berge an der Autobahn A1 wurden insgesamt 17 Lkws beziehungsweise Sattelzüge einer intensiven Überprüfung unterzogen. Während bei mehr als der Hälfte die Ladungssicherung absolut nicht zu beanstanden war, mussten fünf Fahrzeuge stillgelegt werden, weil ihre Ladung überhaupt nicht beziehungsweise grob mangelhaft gesichert war.

Negatives Highlight war ein spanischer Sattelzug, der mit sieben jeweils drei Tonnen schweren, aufrecht stehenden Papierrollen beladen war. Neben einer fehlenden Ladungssicherung zur Seite stellten die Beamten auch noch eine falsche Lastverteilung fest. Daher war die Antriebsachse der Sattelzugmaschine um über 30 Prozent überlastet.

Alle stillgelegten Fahrzeuge durften erst nach Behebung der Mängel weiterfahren. Drei ausländische Lkw-Fahrer mussten erhebliche Sicherheitsleistungen hinterlegen.

Am Hermsdorfer Kreuz erhielt die Autobahnpolizei am Hermsdorfer Kreuz die Information, dass sich auf der A 4, in Richtung Frankfurt/Main, ein rumänischer Lastzug bewege, dessen Ladung offensichtlich unvorschriftsmäßig verstaut war.

Der Sattelzug wurde auf einem nahegelegenen Parkplatz gestoppt. Bei der Kontrolle kam für die Polizei neben der mangelnden Ladungssicherung noch mehr Kurioses ans Tageslicht. So hatte der 36-jährige Fahrer aus Rumänien nach einem Verfahren wegen Trunkenheit am Steuer aus dem Jahr 2009 seinen Führerschein abgeben müssen. Dies hatte er bisher nicht getan. Hinzu kamen mehrfache Geschwindigkeits-Überschreitungen.

Ein Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde eingeleitet, der Führerschein beschlagnahmt. Die Gesamtstrafe von mehr als 800 Euro durfte der Rumäne nach seiner Vernehmung gleich zahlen. Der Lastzug mitsamt der Ladung (bestehend aus Mobiliar eines Möbelhauses) wurde sichergestellt.

Quellen: Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG, Breiter Gang 10-16/ Große Straße 17-19, 49074 Osnabrück; TLZ.de, Zeitungsgruppe Thüringen GmbH & Co. KG, Gottstedter Landstraße 6, 99092 Erfurt

Weitere Infos zu dieser Thematik gibt’s im Lasiportal:

Wissenslücken bei Lkw-Ladungssicherung . . .

Zahlreiche Sattelzüge und Lkws mit schwerwiegenden Mängeln . . .

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