Sind Gigaliner verkehrsgefährdend?

Feldversuch mit den Lang-Lkws hat begonnen / Ministerium beschwichtigt, Verkehrsbündnis befürchtet schwere Unfälle

Der Feldversuch für Gigaliner hat begonnen – und damit die Diskussion um eine mögliche Verkehrsgefährdung (Foto: Archiv)

Der Feldversuch für Gigaliner hat begonnen – und damit die Diskussion um eine mögliche Verkehrsgefährdung (Foto: Archiv)

Seit 1. Januar 2012 läuft der Feldversuch für die Lang-Lkws, auch Gigaliner oder Eurocombis genannt. Das Bundesverkehrsministerium sieht dadurch keine zusätzlichen Verkehrsgefahren.

Die für den auf fünf Jahre angelegten Test genehmigten Strecken seien von den Ländern auf ihre Eignung geprüft worden, sagte eine Ministeriumssprecherin. „Es ist also davon auszugehen, dass alle Routen geeignet sind“.

Dagegen befürchtet das Verkehrsbündnis „Allianz pro Schiene“ schwere Unfälle durch die Lang-Lkws.

„Die Ampelsignale und Schrankenschaltungen der Bahnübergänge in Deutschland sind für die Riesen-Lkws nicht ausgelegt“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Michael Ziesak.  Die Räumzeiten würden bislang nach der regulären Lkw-Maximallänge von 18,75 Meter berechnet. Wenn Lang-Lkws nun getestet würden, könne es zu Kollisionen kommen.

Zudem schreibe das Verkehrsministerium in seiner Ausnahmeverordnung vor, dass der Warnhinweis „Lang-Lkw“ lediglich 13 Zentimeter hoch sein muss, bemängelte Ziesak. Weil das aus der Distanz aber schwer lesbar sei, würden viele Autofahrer erst im Überholvorgang merken, dass sie einen längeren Lastzug überholen.

Quelle: trucker.de; Springer Fachmedien München GmbH,  Aschauer Straße 30,  81549 München

 

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