Schwerverkehr rollt 24 Stunden am Kirchheimer Dreieck

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Mit teils schwierig zu sichernden Ladegütern hatten es die Kontrollbeamten zu tun – Transport von Zugmaschinen auf Code XL

Aktionstag der Polizei in Osthessen

Partnerschaft, die Transparenz polizeilicher Maßnahmen und Aktionen, das persönliche Gespräch mit dem Fahrer und das großes Netzwerk von Fachleuten – all diejenigen, die für Verkehrssicherheit eintreten – war erneut Ziel der Kontroll- und Aufklärungsaktivitäten der Polizei.

Mit einem weiteren Aktionstag Schwerverkehr am 07. September auf dem SVG – Autohof in Kirchheim haben die Polizisten des PP Osthessen ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit gesetzt.

Gerade der Verkehrsknotenpunkt Kirchheimer Dreieck, die Drehscheibe des Gütertransportes auf der Straße mitten in Europa, fordert die Polizei immer wieder heraus, der Verkehrsdisziplin ein besonderes Augenmerk beizumessen, die vielfältigen Gefahren einzudämmen und die Unfallzahlen zu reduzieren.

Vor diesem Hintergrund griff die Polizei auf die seit Jahren bewährte Strategie mit Kontrollen, Aufklärung und Präventionsgespräche zurück. Stundenlang überprüften und kontrollierten die Beamten aus dem Verkehr gezogene Lastzüge auf Ladungssicherung, Lenk- und Ruhezeiten, den technischen Zustand der Fahrzeuge und die Fahrtüchtigkeit der Fahrer. Lkw-Fahrer und Gäste aus der Logistikbranche nahmen die Gelegenheit wahr, zu wichtigen Themen des Gütertransportes sich vor Ort mit der Polizei und den Experten auszutauschen.

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Rutschhemmendes Material unter schwerer Last

Ein besonderes ´Highlight´ am Aktionstag Schwerverkehr waren die Fahrsimulatoren des DVR. Mit einem Lkw-Führerhaus als Überschlagsimulator demonstrierten die DVR-Moderatoren eine Unfallsituation in der Fahrerkabine und in einem Gurtschlitten konnte sich jeder Fahrer, auch Pkw-Insasse, von einem Frontalanprall bei 15 km/h Geschwindigkeit überzeugen.

Letztendlich zog die Polizei am Nachmittag Bilanz ihrer Fahrzeugüberprüfungen und Kontrollen. Zahlreiche Verstöße durch die gesamte Palette der Verkehrs- und Transportvorschriften führten für den Einsatzleiter zu der Erkenntnis, dass die Kontrolle nach wie vor eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung der Verkehrssicherheit ist.

Im Rahmen der Überprüfung von mehr als 40 Gütertransportern durch die Polizei, die BAG und durch Sachverständige wurden teils gravierende Verstöße, sogar Straftaten, festgestellt. An 2 digitalen Kontrollgeräten in Verbindung mit den eingesetzten Fahrerkarten erhob sich der Verdacht der Fälschung. Die festgestellten Ordnungswidrigkeiten bewegten sich im Rahmen von geringfügig (Barverwarnungen bis zu 35.- €) bis zu qualifizierten Verstößen mit Bußgeldfolge.

Allein 8 Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht ( überwiegend Lenk- und Ruhezeiten ) und mehrere Verstöße gegen Gefahrgutvorschriften standen zu Buche. Da eine Vielzahl ausländischer Fahrer bzw Unternehmen betroffen waren, zogen die Beamten vor Ort in insgesamt 10 Fällen Sicherheitsleistungen in Höhe von mehr als 2.000 Euro ein. 2 Lastzüge blieben auf dem Autohof stehen, weil ihnen die Weiterfahrt untersagt werden musste.

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Dieser ablegereife Zurrgurt diente noch einer ganz besonderen Verwendung

Am Ende des Aktionstages zeigten sich die Einsatzkräfte zufrieden über den Ablauf. Natürlich fielen auch vorbildliche Transporter in der Kontrolle auf, deren Ladung vorschriftsmäßig gesichert war, deren Fahrer gewissenhaft ihre Lenk- und Ruhezeiten einhielten und die keinerlei Anlass zur Beanstandung gaben.

>> Fernfahrerstammtische dienen als Erfahrungsaustausch
Quelle: Lasiportal

>> Fernfahrerstammtisch der Hessischen Polizei
Quelle: Polizei Hessen

>> Ruf nach Lkw-Kontrollen
Quelle: Mittelbayrischer Verlag, Regensburg

 

 

 

 

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