Schwertransporter verliert 50-Tonnen-Kran auf der A 7

Hoher Sachschaden und stundenlange Stau´s rund um das Kirchheimer Dreieck.

Das Schulungszentrum 3G in Fulda veranstaltet eigens Beratertage zum Thema „Durchführung von Großraum- und Schwertransporten“.

Schwertransporte auf Deutschlands Autobahnen gehören zum alltäglichen Verkehrsgeschehen. Die Entwicklung von Maschinen und zu verbauenden Elementen verläuft in den letzten Jahren nach dem Motto: „Größer, breiter, schwerer“. Nicht selten wiegt das verladene Transportgut bis zu 100 Tonnen, und infolge von Überbreiten werden 2 Fahrspuren benötigt oder sogar Straßen für den Gegenverkehr gesperrt.

Vor diesem Hintergrund bedarf es in jedem Fall einer qualifizierten Ladungssicherung. Gerade bei Schwertransporten muss die Abfahrtskontrolle einer gewissenhaften Überprüfung unterzogen werden, und nach Zwischenhalt ist der Zustand der Ladungssicherung erneut zu kontrollieren. Selbst bei Übergabe eines Transportes an fremde Begleitfahrzeuge sind die Sicherungen nochmals zu checken. Zertifizierte Transportfahrzeuge, geschulte Verlader und eigens für derartige Transporte ausgebildete Fahrer sind Grundvoraussetzung für einen betriebs- und verkehrssicheren Transport.

Ein spektakulärer Verkehrsunfall mit Beteiligung eines 50-Tonnen-Schwertransporters ereignete sich vor wenigen Tagen auf der A 7 in der Gemarkung Neuenstein – unweit des Kirchheimer Dreiecks.

Zum Unfallhergang:
Die 65-jährige Fahrerin eines Schwertransportes aus Bottrop/NRW befuhr die A 7 vorschriftsmäßig auf dem rechten Seitenstreifen in Fahrtrichtung Kassel. In Höhe des Kilometer 360,5 – so der Polizeibericht –  geriet das Transportfahrzeug aus bisher unbekannter Ursache der Fahrerin außer Kontrolle, durchbrach die rechte Schutzplanke und kam circa 30 Meter tiefer neben der Fahrbahn an einem Abhang zum Stehen.

Der tonnenschwere Kran krachte auf die Fahrbahn und blockierte quer liegend 2 ganze Fahrspuren der A 7. Die Fahrerin wurde verletzt und in ein naheliegendes Kkh eingeliefert. Den gesamten Sachschaden beziffert die Polizei auf ca. 500.000 Euro. Neben den erheblichen Schäden am Transportfahrzeug und dem verladenen Kran mussten ausgelaufenes Hydrauliköl abgebunden und starke Schäden an der Fahrbahndecke beseitigt werden.

Und wieder kam es zu erheblichen Behinderungen der Rettungskräfte, da einige Verkehrsteilnehmer das Gebot der Rettungsgasse grob missachteten.

In diesem Zusammenhang appelliert Lasiportal erneut an alle Autobahn- und Fernstraßenbenutzer:
Wer bei stockendem Verkehr auf der Autobahn keine Rettungsgasse bildet, kassiert zwei Punkte im Fahreignungsregister (FAER)  in Flensburg und zahlt mindestens 200 Euro Bußgeld. Bei einer Behinderung, Gefährdung oder einem Unfall steigt die Geldbuße und es folgt ein Fahrverbot von mindestens einem Monat.

>> Schwertransport verliert Kran auf der A7
Quelle: Osthessennews, Medienkontor M. Angelstein 36041 Fulda

>> Großraum- und Schwertransporte
Quelle: Lasiportal

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