Tag der Verkehrssicherheit – DVR blickt zurück

Interesse und Mitwirkung am Tag der Verkehrssicherheit in den Sozialen Netzwerken war groß !

„Digital statt analog“ lautete das Motto 2020, und zahlreiche Personen, Vereine, Institutionen, Dienststellen und Behörden beteiligten sich an dem Leitgedanken „1000 sichere Wünsche“.

Verkehrssicherheit ist eine „Endlosschleife“, in der sich Millionen Bundesbürger und ebenso viele internationale Verkehrsteilonehmer täglich auf unseren Straßen bewegen. Allein das umfassende Regelwerk der StVO und die gut organisierten Strukturen bilden nur die Grundlage für einen funktionierenden Verkehrsablauf.

Die zentrale Rolle nimmt nach wie vor der Mensch selbst ein – der Mensch als Fußgänger oder Führer eines Fahrzeuges – vom Fahrrad bis zum größten Lkw.

Die Sicherheit der Radfahrer – insbesondere auch der Kinder – ist immer ein Thema. Auch Fahrradclubs und die Verkehrswacht beteiligen sich an Aktionstagen.

Gerade zu dieser „Schlüsselposition Mensch im Straßenverkehr“ gilt es anzumerken, dass 90 Prozent aller Unfälle auf menschlichem Fehlverhalten beruhen. Damit setzen die Verantworlichen vehement auf Aufklärung. Das Gegenmittel zur Aufklärung ist und wird die Kontrolle bleiben. Sicherlich arbeiten unsere Kontrollorgane – in vordester Front die Polizei und das BAG – mit modernster Technik und auf höchstem Niveau, aber die Verkehrsdisziplin muss vom Kopf der Verkehrsteilnehmer her wachsen und gesteuert werden.

Bereits im Vorfeld des Aktionstages appellierten Verbände und Medien an die Politik, sich stärker für die Verkehrssicherheit einzusetzen. Am Tag selbst posteten unzählige Personen in den sozialen Netzwerken und formulierten Ideen und Wünsche zu noch mehr Verkehrssicherheit. Die Anregungen waren vielfältig:

  • mehr Sicherheit im Radverkehr,
  • eine neue Aufteilung der Straßen (eine Art Separierung),
  • stärkere Kontrollen gegen Raser,
  • mehr Ordnung im ruhenden Verkehr schaffen.

Und weiter:

  • wir wünschen uns, dass Ihre Augen stets auf den Verkehr und nicht auf das Handy gerichtet sind,
  • wir wünschen uns, dass Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit auf dem Fahrrad einen Helm tragen.

>> Rückblick zum Tag der Verkehrssicherheit
Quelle: DVR – Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn

>> Dankeschön für „# 1000 sichere Wünsche“
Quelle: DVR – Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn

DVR verlegt den Aktionstag in die „virtuelle Welt“

Verkehrsprävention beim Fernfahrerstammtisch – Polizei und Fahrer beim Thema „Übermüdung, Sekundenschlaf“.

Die Leichtigkeit des Verkehrs ist ein hohes Sicherheitsgut in unserer modernen Gesellschaft. Straßenverkehr betrifft jeden, ohne Mobilität funktionieren unsere Wirtschaft und unser Zusammenleben nicht. Das wird gerade jetzt in der Krise deutlich spürbar.

Die Verkehrssicherheit hat in diesem Zusammenspiel allerhöchsten Stellenwert. Die originär zuständigen Behörden – Verkehrsministerien, Verwaltungsbehörden, Polizei, BAG und Verkehrsverbände  – sind permanent um deren Verbesserung bemüht.

So führt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) seit 2005  jährlich am dritten Samstag des Montas Juni bundesweit einen Tag der Verkehrssicherheit durch. Auch in diesem Jahr wird er wieder stattfinden, allerdings unter ganz anderen Vorzeichen.

Angesichts der aktuellen Lage soll es keine großen Veranstaltungen vor Ort geben, sondern der DVR ruft zu einem digitalen Aktionstag auf.

Mit der Aktion #1000sichereWünsche ruft der DVR seine Mitglieder, Organisationen, Betriebe, Städte und Gemeinden sowie Verkehrsteilnehmer dazu auf, am 20. Juni einen Post mit ihrem Wunsch für mehr Verkehrssicherheit auf ihren sozialen Netzwerken zu teilen.

Beispielhaft ist da eine Aktion der Firma Kroschke in Braunschweig.
Die Firmenleitung ruft zu Aktionen auf Betriebshöfen auf. Auch da kommt es oft zu gefährlichen Situationen und zu Unfällen mit Personen- und Sachschäden.
Kroschke: „Verkehr ist aber nicht nur öffentlicher Straßenverkehr. Zahlreiche Unfälle ereignen sich (immer noch) viel zu oft auch auf dem Betriebsgelände.“

DVR-Präsident Prof. Dr. Eichendorf: „Verkehrssicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie geht jeden an, und wir alle müssen daran mitwirken. Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass Unfälle vermieden werden.“

Der Hess. Ministerpräsident Volker Bouffier war Schirmherr beim Tag der Verkehrssicherheit 2017 im 3G in Fulda.

Genau das muss unser aller oberstes Bemühen sein. Mit Erfolg konnten die Unfallzahlen auf unseren Straßen seit 1990 deutlich gesenkt werden (Anmerkung: Anzahl der Verkehrstoten in der Bundesrepublik 1991 = 11.300; 2000 = 7503; 2019 = 3059)

Zahlreiche Aktions- und Schwerpunktprogramme wie:

  • „Gib acht im Verkehr“
  • „Runter vom Gas“
  • „Ich fahr auf Nummer sicher“
  • „Bekämpfung Sekundenschlaf“
  • „Gemeinsam für mehr Sicherheit“

waren Ausfluss der Verkehrssicherheitstage der vergangenen Jahre.

>> Tag der Verkehrssicherheit 2020
Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, Bonn

>> Machen Sie mit
Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat

>> Tag der Verkehrssicherheit 2017 im 3G in Fulda
Quelle: Lasiportal

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