Versand-/Transportverpackung – Bänderung

Definition – Was ist Umreifung oder Bänderung?

Als Umreifung oder auch Bänderung bezeichnet man das Sichern von Packstücken mit einem Verschlussband. Bei dieser Verpackungslösung werden die Packstücke zunächst zusammengestellt und mit dem Umreifungsband umlegt. Das Band wird dann mithilfe einer eigens dafür entwickelten Vorrichtung (Umreifungsgerät oder Umreifungsmaschine) gespannt und gesichert. Diese Art der Verpackung kann manuell oder automatisiert erfolgen.
 

Herstellung – Wie werden Umreifungsbänder gemacht?

Für eine Umreifung / Bänderung wird ein speziell entwickeltes Band benötigt. Die Herstellung von Umreifungsband aus Stahl ist dabei heute eher rückläufig. Zumeist werden Kunststoffbänder aus PP (Polypropylen), PET (Polyester), als (Polyester-)Textilband aber auch aus nachwachsenden Rohstoffen (PLA) meist im Extrusionsverfahren hergestellt. Angesichts der aktuellen Diskussion zu Verpackungsmüll, Umweltschutz und Nachhaltigkeit leistet Umreifungsband somit einen Beitrag zum Recycling, da PET-Granulat zumeist Recyclat ist.

Anwendungszweck – Wofür werden Umreifungsbänder verwendet?

Im Wesentlichen unterscheidet man 3 Anwendungszwecke: Verschluss von Kartonagen, Bänderung von Paletten, Bündelung unhandlicher Produkte.

Die Ladungssicherung von auf Paletten gepackten Produkten mit Umreifungsband gilt als effizient und stellt eine preiswerte Lösung bei hoher Systemfestigkeit dar.

Ein Faktor bei der Palettenverpackung ist u.a. die Erhöhung der Stabilität durch starke Spannung auf komprimierbare / leichte Ladungen (Kartonagen). Dabei haben Kunststoff-Umreifungsbänder das bisher gängige Verpackungsstahlband in vielen Bereichen abgelöst.

Anwendungsbereich – Wo werden Umreifungsbänder benötigt?

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Metall-, Holz- und Baustoffindustrie, wie auch Papierindustrie, im Versandhandel und der Logistik, in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie für Zeitungen, Baustoffe und Keramik.

Die Zielsetzung ist bei der Bänderung meist eine vertikale (senkrechte) Umreifung des Ladegutes zur Verbindung mit dem Ladungsträger (meist Palette).

Hiervon abweichend hat sich bei der Gefahrgutverpackung, in der Getränke-, Baustoff- und auch der Obst- und Gemüsebranche eine horizontale (waagerechte) Umreifung etabliert, um einzelne Fässer, Getränkekisten, Pflastersteine oder auch Obststiegen zu einer stabileren Ladeeinheit zu verbinden.

Sehr oft wird Bänderung / Umreifung im Rahmen einer Verpackungsentwicklung oder auch Verpackungsoptimierung zusammen mit einer Stretchfolie (hier: oft Blasfolie) zur Produktverpackung mit optimaler Ladungssicherung eingesetzt.

Besonderheiten / Zusatzinformation – Wissenswertes über Umreifungsbänder

Individualisierung des Umreifungsbandes ist problemlos durch Einfärbung bspw. in Firmenfarbe, aber auch durch Bedruckung in ein- oder mehrfarbiger Ausführung möglich. Daneben sind unterschiedliche Ausführungen mit glatter oder geprägter Oberfläche marktüblich.

Vorteile – Welchen Nutzen hat der Einsatz von Umreifungsbändern?

  • Verhindert das Verschieben/Umkippen von Produkten auf der Palette
  • Hohe Widerstandskräfte
  • Leicht zu entfernen nach Transport oder Lagerung der Palette
  • Wenig Verpackungsmüll
  • Kostengünstige Verpackungslösungen
  • Flexibel einsetzbar durch bandabhängige Zug- und Bruchlast
  • Umweltschutz durch reduzierten Verpackungsmüll
  • Witterungsbeständig

 

Nachteile beim Einsatz von Umreifungsbändern?

  • In den meisten Fällen nur mit Kantenschutz nutzbar
  • Beschädigung der Produkte durch Einschneiden des Bandes möglich
  • Stahlband – rostet unter bestimmten Bedingungen
  • Verletzungsgefahr durch scharfe Kanten
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