Versand-/Transportverpackung – Verpackungsfolie

Definition – Was ist Verpackungsfolie?

Sie dient dem Schutz von Waren vor Transportschäden, Staub und Feuchtigkeit. Stretchfolie, Banderolierfolie, Handstretchfolie, Stretchhauben, Schrumpfhauben und Deckblattfolien sind die bekanntesten Arten der Verpackungsfolien.

Herstellung – Wie wird Verpackungsfolie hergestellt?

Folien werden durch Extrusionsverfahren hergestellt. Das bedeutet, dass der Rohstoff in Form von Granulat aufgeschmolzen und in eine Form gepresst wird. Die gebräuchlichsten Herstellungsarten sind das Cast- und Blasverfahren.

Castfolienextrusion

Beim Cast- oder auch Gießverfahren wird die Folie in eine Breitschlitzdüse gepresst, welche den flüssigen Kunststoff auf eine „chillroll“ leitet. Das Material kühlt schnell ab und wird in den nachgelagerten Bearbeitungsschritten auf Papp- oder Kunststoffhülsen aufgewickelt. Die Castfolie zeichnet sich durch gute Dehnfähigkeit in Längsrichtung aus.

Blasfolienextrusion

Der Unterschied beim Blasverfahren liegt in der Ringdüse, die dem Extruder angeschlossen ist. Das geschmolzene Kunststoffgemisch wird in die Ringdüse eingespeist und anschließend zu einem Schlauch aufgeblasen. Im Gegensatz zur Castfolie zeichnet sich die Blasfolie durch ihre hohe Dehnfähigkeit in Längs- und Querrichtung aus, was einen signifikanten Einfluss auf die späteren Haltekräfte hat. Stretch- bzw. Dehnhauben können ausschließlich im Blasverfahren hergestellt werden.

Anwendungszweck – Wozu verwendet man Verpackungsfolien?

Folienverpackungen dienen in erster Linie der Ladeeinheitensicherung. Aufgrund der hohen Flexibilität und Dehnbarkeit werden Stretchfolien meist verwendet, um Paletten mit Waren zu sichern. Durch das richtige Zusammenspiel zwischen den Einstellungen der Verpackungsanlage und der korrekten Folienauswahl (Unterschiede in Stärke, Zusammensetzung und Art) wird im besten Fall bei minimalem Materialeinsatz eine optimale und stabile Verpackung erzeugt. Häufig werden Hilfsmittel wie zum Beispiel Antirutschpapier verwendet, um die Palettenstabilität zu erhöhen. Stretchfolie mit bestimmten Spezifikationen bietet außerdem Schutz vor Lichteinflüssen (UV). Mit Hilfe eines Deckblatts und einem entsprechendem Wickelschema an der Verpackungsanlage ist auch ein fünfseitiger Schutz vor Feuchtigkeit und Staub möglich. Ein kostengünstiges Flexodruckverfahren macht es möglich, die Folie mit bis zu 4 Farben zu bedrucken. Die bedruckten Paletten fungieren in diesem Fall als Werbemedium und dienen durch Aufdruck des Logos auch der Markenpflege. Zusätzlich bringt eine bedruckte Folie einen Diebstahlschutz mit sich, da eine kurze Unversehrtheitsprüfung der Originaltransportverpackung ausreicht, um Diebstahl festzustellen.

Anwendungsbereich – Wo verwendet man Verpackungsfolien?

Verpackungsfolien sind in nahezu allen Industriebereichen zu finden. In der Holzindustrie sind sie ein kosten- und verbrauchsgünstiges Hilfsmittel, um das Holz vor UV-Strahlung, Nässe und Feuchtigkeit zu schützen. Der Einzel- und Großhandel aller Bereiche setzt vor allem bei kommissionierten Paletten auf Handstretchfolien. Getränke-, Chemie-, Baustoff- und Molkereibetriebe setzen schon lange auf das flexible Verpackungsmaterial. Bestimmte Arten von Stretchfolie werden auch in der Landwirtschaft zum „Verpacken von Silageballen“ als Primärverpackung verwendet. Da Holz ein empfindliches Produkt ist, das vor Lichteinflüssen, Nässe oder auch während des Transports geschützt werden muss, wird in dieser Branche häufig UV-undurchlässige Stretchfolie verwendet.

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