Schwere Unfälle überschatten den Jahreswechsel

Ladungssicherung auf See und auf der Schiene

Nicht nur an Land, auch auf See ist Ladungssicherung notwendig. Allerdings gehen immer mehr Container über Bord und werden an Land angeschwemmt (Foto: Verkehrsrundschau)

Nicht nur an Land, auch auf See ist Ladungssicherung notwendig. Allerdings gehen immer mehr Container über Bord und werden an Land angeschwemmt (Foto: Verkehrsrundschau)

Verkehrssicherheit und Ladungssicherung werden uns auch 2019 beschäftigen.
Schon nach wenigen Stunden im neuen Jahr wurden wir durch zwei Katastrophen mit schwersten Folgen aufgeschreckt.

Der mächtige Sturm im Norden der Bundesrepublik und besonders auf der Ost- und Nordsee löste zwei tragische Unfälle aus. 8 Menschleben und Sachschäden in Millionenhöhe sind zu beklagen, und zwischenzeitlich haben die zuständigen Staatsanwaltschaften Ermittlungen eingeleitet, um die Verantwortlichen auszumachen und zur Rechenschaft zu ziehen.

Bei einem Zugunglück in Dänemark auf einer der Großer-Belt-Brücken schleuderte die Ladung eines Güterzuges in einen entgegenkommenden Personenzug. Hierbei kamen auf tragische Weise 8 Menschen ums Leben und weitere 16 erlitten schwere Verletzungen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war ein leerer Auflieger, der auf der Ladefläche eines Güterwaggons stand, offenbar die Ursache.

Nach den dort geltenden Sicherheitsvorschriften war die gemessene Windstärke schon an der Obergrenze, so dass bei der Skala von 21.0 der Zug nicht mehr hätte fahren dürfen; die aktuelle Windstärke betrug 20,9, so die Verlautbarung der Behörden.

Auch wenn den Zügen freie Fahrt gewährt wurde, wird sich auch die Frage nach der Ladungssicherung des Aufliegers stellen. Wie war der Trailer gesichert, welche Sicherungsmittel wurden eingesetzt, bringt der Waggon die nötigen (zertifizierten) technischen Voraussetzungen mit. Hier werden auch die verantwortlichen Verlader des zuständigen Bahnbetriebswerkes Rede und Antwort stehen müssen.

Heftiger Sturm auf der Nordsee war auch die Ursache für ein weiteres Unglück mit erheblicher Außenwirkung.
Auf stürmischer See verlor ein Frachter auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bremerhaven sage und schreibe 270 beladene Container.
Das Containerschiff – die MSC Zoe, mit 394 Metern Länge eines der größten Containerschiffe der Welt, hat ein gesamtes Fassungsvermögen von 20.776 Containern. Der Containerriese ging 2015 in See und ist seitdem auf den Weltmeeren unterwegs. Im Zuge der durch den heftigen Strum ausgelösten Havarie gingen in der Nähe der deutschen Insel Borkum 270 Container über Bord. Zahlreiche Ladeeinheiten sind vor niederländischen Inseln angeschwemmt worden.

Neben den heftigen Aktivitäten der Strandgut-Sammler sind die Güter ein Problem für die Umwelt. U.a. sind auch 3 Container mit Gefahrgut-Inhalt über Bord gegangen. Die niederländischen und deutschen Behörden arbeiten eng zusammen, um die Havarie schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Die Schäden und Folgeschäden dieses Ereignisses sind unabsehbar.

>> Megafrachter verliertt 270 Container
Quelle: manager magazin new media GmbH, Hamburg

>> Lkw-Auflieger war Unglücksursache
Quelle: ntv Köln

>> Mehr als 200 Container gehen jährlich über Bord
Quelle: Lasiportal

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