Tonnenschwere Ladung auf A 4 abgeladen

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So sehen mangelhaft gesichtere Transporte aus – bei Polizeikontrolle wird die Weiterfahrt sofort untersagt.

Hoher Sachschaden und stundenlager Stau bei Dresden

“Größer, schwerer, schneller“ – das sind oft die Rahmenbedingungen für einen Gütertransport auf unseren Straßen. Dass da rechtliche und fahrzeugtechnische Komponenten zusammenspielen müssen, wird gelegentlich gerne vernachlässigt oder gar ignoriert.

So verzeichnete die Polizei in Sachsen jüngst einen schweren Verkehrsunfall auf der A 4, der erhebliche Sachschäden, Verkehrsbehinderungen und stundenlange Stau´s nach sich zog.

Bei einem Bremsmanöver auf der Autobahn A4 verlor ein Sattelzug ein Teil seiner Ladung. Das Gespann war auf der A 4 in Richtung Chemnitz unterwegs. Ein rund 15 Tonnen schwerer Stahlzylinder machte sich auf der Ladefläche selbstständig, durchbrach die Bordwand, zerfetzte die Plane des Aufliegers und fiel auf die Fahrbahn. Gleichzeitig gerieten drei Stahlträger in Bewegung und durchschlugen die Rückwand des Fahrerhauses. Der Fahrer konnte glücklicherweise sein Führerhaus unversehrt ohne Verletzungen verlassen.

Ersten Schätzungen zufolge könnte der Schaden sechsstellig sein. Unter anderem wurde die Betonfahrbahn der A4 schwer beschädigt. In Fahrtrichtung Cemnitz hatte sich zeitweise ein Stau bis zu 20 Kilometern aufgebaut.

Nach den Sofortmaßnahmen am Unfallort stellt sich natürlich die Frage nach der eigentlichen Ursache des Schadensereignisses. Die Untersuchungen des Ladegutes und insbesondere im Inneren des Laderaumes lassen den Schluss zu, dass die tonnenschwere Ladung nicht richtig gesichert wurde:

  • mit welchen Mitteln war die Ladung wie gesichert ?
  • wurde rutschhemmendes Material eingesetzt / richtig eingesetzt ?
  • bestand Formschluss nach vorne ?
  • war der Sattelzug überhaupt das geeignete Transportmittel für die Betonteile ?
Antirutschbalken

Antirutschbalken – ein geeignetes Sicherungsmittel für den Transport schwerer Stahlträger

Mit diesen Fragen und den Folgen des Unfalles werden sich der verantwortliche Versender, der Verlader und auch der Fahrzeugführer auseinandersetzen müssen.

>> Laster verliert auf der A 4 tonnenschwere Ladung
Quelle: Dresdner Neue Nachrichten

>> Ladungssicherung, Antirutschbalken
Quelle: MAROTECH GmbH, Fulda

>> Ladungssicherung, Praxistipps
Quelle: Ladungssicherung.de, Verlag Hendrisch

 

 

 

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