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Zurrmittel sichern die Ladung

Der richtige Einsatz von Zurrgurten ist immer ein Thema in der Ladungssicherung – und bei Polizeikontrollen.

Wer rechnet mit Formeln ?

Jedermann, der mit der Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen befasst ist, muss sich mit der Berechnung der Anzahl von Zurrmitteln auseinandersetzen. Abhängig von Umfang und Gewicht der Ladung ist die Anzahl der Zurrgurte zu ermitteln und entsprechend einzusetzen. Ergänzend hierzu sind die entsprechenden Zurrpunkte zu bewerten und die Reibwerte einzubeziehen. Die Gesamtheit dieser Überlegungen bedeutet dann eine perfekte Ladungssicherung.

Doch wer geht in der Praxis so vor ? Da spielen oft der Zeitfaktor, fahrlässiges Handeln und Unwissenheit eine Rolle.
Unser Lasiportal-Berater Stefan EICKELER hat sich mit diesem Thema intensiv beschäftigt und kennt die Praxis sehr genau.
Stefan Eickeler sagt: „Und, seien wir ehrlich, aus der Praxis für die Praxis. Welche von den Personen, die an der Ladungssicherung beteiligt sind, ermittelt die Anzahl der benötigten Zurrmittel anhand der Formelberechnung?

Bei allen Faktoren, welche im Bereich der zu ermittelnden Sicherungskräfte berücksichtigt werden müssen, z.B.: Reibung, Fzg.-Aufbau, Zurrpunkte, Wert der Zurrmittel etc. kann man als Anwender leicht die Übersicht verlieren.“

Hier gilt es, insbesondere schon die Eigenschaft der Gurte in den Blick zu nehmen. Da ist nicht Gurt gleich Gurt. Ohne zu wissen,
welche Werte auf dem Etikett (Label)  stehen, kann ich keine Berechnung anstellen, sagt Eickeler.

Er nimmt sich das Label vor und will die entsprechenden Werte entschlüsseln:

  • LC (Lashing Capacity) ist der Wert, den der Gurt im direkten Zug „aushält“, also die maximale Belastbarkeit.
  • STF (Standard Tension Force) ist die Vorspannkraft, die im Zurrmittel erreicht werden kann.
  • Und, ganz wichtig. Auf manchen Etiketten befindet sich noch ein Symbol (siehe Label – roter Kreis), versehen mit dem doppelten LC-Wert. Da beim Sichern der Ladung sehr oft niedergezurrt wird (werden muß) hat er die Erfahrung gemacht, dass hier fast immer zu wenige Zurrmittel eingesetzt werden.

Seine „Faustformel“ dazu kurz und knapp:
Niederzurren bedeutet STF, STF bedeutet „viele“ Gurte.
Der Rechenweg zur Ermittlung der erforderlichen Gurte beim Niederzurren lautet: Ladungsgewicht geteilt durch STF-Wert = Anzahl der benötigten Gurte.

Mit dem folgenden Beispiel belegt er seine Berechnungen:
Ladungsgewicht = 10.000 kg
Angaben auf dem Etikett: LC  = 2.500 daN, STF =   500 daN
LC (mit dem obigen Zeichen) = 5.000 daN
Nach seiner Berechnung  10.000 / 500 (STF) = 20 Gurte

Da könnte man leicht zu dem falschen Entschluß kommen, dass 2 Gurte ausreichend wären. Das ist ein fataler Irrtum, sagt Eickeler.

Sein Fazit:
Also liebe Zurrmittelanwender, löst euch bitte vom fett aufgedruckten LC-Wert und, sollte sich das o. a. Zeichen auf dem Etikett befinden, vom doppelten LC-Wert. Niederzurren bedeutet STF, STF bedeutet VIELE Gurte.

>> Zurretikett – Definition der Labeldaten
Quelle: MT Onlineshops GmbH, 36041 Fulda

 

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