Riskante Sicherung von 24 Tonnen Stammholz

„Abenteuerliche“ Ladungssicherung eines Sattelzuges / Auch Zurrgurte wiesen Mängel auf

Die Holzladung war nur äußerst notdürftig gesichert (Foto: Polizeidirektion Vogelsberg)

Die Holzladung war nur äußerst notdürftig gesichert (Foto: Polizeidirektion Vogelsberg)

Bei Überprüfung der Ladung eines Sattelzuges staunten Beamte der Polizeistation Alsfeld vor kurzem nicht schlecht: Auf der Ladefläche des Curtainsider-Aufliegers transportierte der Fahrer rund 24 Tonnen Stammholz, das abenteuerlich gegen Herabfallen und Verrutschen gesichert worden war.

Als seitliche Sicherung sollten aufgestellte Vierkanthölzer das Transportgut auf dem Sattelauflieger sichern. Neben Zurrgurten, die zum Teil auch Mängel aufwiesen, kam zudem auch Rödeldraht als „wirksame“ Ladungssicherung zum Einsatz.

Die Rungenkonstruktion hielt dem Druck nicht stand und hatte schon nachgegeben. Normalerweise werden solche Holztransporte mit Langholzlastern, die dafür konstruiert und zugelassen sind, durchgeführt.

Die Kontrolleure untersagten dem Lkw-Fahrer die Weiterfahrt, und nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium Kassel wurde noch ein Gutachter zur Beurteilung der Verkehrssicherheit des Gefährtes hinzugezogen.

Gegen die litauische Speditionsfirma wurde ein Verfallsverfahren eingeleitet, weil aufgrund des unsachgemäßen Transportes ein Vermögensvorteil entstanden war.

Im Rahmen des Verfahrens legte die Verfolgungsbehörde eine Zahlung von 1600 Euro gegen die Firma fest. Hinzu kommt noch eine Gutachtergebühr von 600 Euro.

Der Lkw-Fahrer musste anschließend mehrere Stunden an der Kontrollstelle auf einen geeigneten Holzlaster warten, auf den die Stämme umgeladen und zu ihrem Bestimmungsort gebracht werden konnten.

 

Quelle: Polizeidirektion Vogelsberg; presseportal.de/polizeipresse

 

Weitere Infos zu dieser Thematik gibt’s im Lasiportal:

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