Mangelnde Ladungssicherung oft Unfallursache

Lkw-Unfälle sind immer mehr auch auf mangelnde Ladungssicherung zurückzuführen/Statistik des Polizeipräsidiums Westhessen

LKWs  Autobahn 4Mangelnde Ladungssicherung wird immer mehr zu einer der Hauptursachen von Lkw-Unfällen. Dies wird deutlich aus einer Statistik, die jetzt das Polizeipräsidium Westhessen vorlegte. In dessen Zuständigkeitsgebiet fallen insgesamt 200 zu betreuende Autobahnkilometer. Dass es immer häufiger zu schweren Lkw-Unfällen kommt, liegt vornehmlich daran, weil viele Fahrer versuchen, dem gestiegenen Termindruck in der Branche gerecht zu werden. Sie setzen sich völlig übermüdet hinters Steuer oder halten gesetzlich vorgeschriebene Lenk- und Ruhezeiten, Sicherheitsabstände und Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht ein. Mangelnde Ladungssicherung sowie ungenügende Wartung und Pflege des Fahrzeugs erhöhen das ohnehin schon vorhandene Unfallrisiko. Die im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen durchführende A 3 ist eine der wichtigsten Hauptstraßen für den Fernverkehr. Verkehrszählungen am Wiesbadener Kreuz haben ergeben, dass in 24 Stunden rund 12 500 Lastkraftwagen die A 3 befahren – Tendenz steigend. Bei schweren Verkehrsunfällen mit beteiligten Lkw kam es teilweise zu stundenlangen Verkehrssperrungen und erheblichen Auswirkungen auf das umliegende Straßennetz. Dort, wo gehäuft schwere Verkehrsunfälle auftreten, wird nach den spezifischen Ursachen und Konfliktsituationen gesucht, um durch geeignete Vorkehrungen eine Entschärfung der Situation herbeizuführen. Spezielle Kontrollgruppen der Autobahnpolizei führen eine Vielzahl von Maßnahmen durch, an denen sich auch externe Dienststellen wie beispielsweise der Zoll, die Gewerbeaufsichtsämter oder Sachverständige gerne beteiligen. Dabei werden auch immer wieder Gefahrgut- und Lebensmitteltransporte sowie Reisebusse von den Spezialisten genau unter die Lupe genommen und erschreckende Mängel festgestellt. Allein im vergangenen Jahr wurden bei der Polizeiautobahnstation Wiesbaden 7404 Kontrollenim gewerblichen Güter- und Personenverkehr durchgeführt. Wegen technischer Mängel wurde hierbei 301 Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagt, wegen Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten waren es insgesamt 193. Bei den durchgeführten Gefahrgutkontrollen wurden 168 Verstöße notiert, diese führten letztlich zu 71 Untersagungen der Weiterfahrt.

Quelle: Polizeipräsidium Westhessen; presseportal.de/polizeipresse

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