Mysteriöse Schüsse auf Autotransporter

Unbekannte schießen auf Autotransporter / Öffentliche Fahndung des BKA

Das Fahndungsplakat des BKA

Das Fahndungsplakat des BKA

Die Fälle sind mysteriös: Seit mehr als vier Jahren versucht das Bundeskriminalamt eine Serie von Schüssen auf Autotransporter in Deutschland aufzuklären (auch das Lasiportal hatte hierüber bereits berichtet). Weil das bislang zu keinem Erfolg führte, soll nun die Öffentlichkeit mithelfen.

Vor kurzem bat BKA-Chef Zierke selbst die Öffentlichkeit um Mithilfe: „Und ich appelliere an das Verantwortungsbewusstsein aller, die auf Autobahnen unterwegs sind; aller, die Kenntnisse haben von einem Lkw-Fahrer, von dem wir ausgehen, weil aus erhöhter Sitzposition geschossen worden ist, dass derjenige, der darüber etwas weiß, dass Lkw-Fahrer Waffen haben, dass jemand da ist, der mit seinen Erlebnissen in seinem Führerhaus geprahlt hat, was er für ein toller Kerl ist möglicherweise, dass diese Nachrichten an uns heran getragen werden.“

Nach BKA-Angaben hat es im Juli 2008 auf der Autobahn A5 in der Nähe von Würzburg den ersten Vorfall gegeben, seitdem steigen die Fallzahlen kontinuierlich. 700 Fälle sind der Polizei demnach bislang bekannt. Der oder die Täter schössen meistens von der Fahrerseite aus in den Gegenverkehr hinein. Seit Juni 2012 habe sich die Gefährdungslage zusätzlich verschärft, sagte Zierke.

Jetzt würden größere Projektile von neun Millimetern verschossen. Die Ermittlungen gestalten sich jedoch schwierig: „Die besondere Schwierigkeit der Ermittlung besteht darin, dass wir die Tatorte und die Tatzeiten nicht genau feststellen können. Das heißt die Feststellung der Beschädigung an den Fahrzeugen erfolgt in der Regel an dem Zielort eines Autotransporters. Und dann müssen wir rekonstruieren, wo hat dieser Transport begonnen, durch welche Bundesländer ist er gegangen, über wie viel Hunderte von Kilometern ist diese Fahrt erfolgt, und dass ist das besondere Problem.“

Für sachdienliche Hinweise unter (+49) 0611/ 55-16161 ist derzeit eine Belohnung von 27 000 Euro ausgesetzt. Diese Summe soll laut BKA auf 100 000 Euro erhöht werden.

Emil Hahner / Quelle: BKA; Thaerstraße 11, 65193 Wiesbaden

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