Verrutschte Ladung drückte gegen Aufbauten

Gefährliche Ladung bei kontrolliertem Sattelauflieger

Die Betonstahlstäbe waren mit beschädigten Zurrgurten und Ketten mangelhaft gesichert (Foto: Polizei)

Die Betonstahlstäbe waren mit beschädigten Zurrgurten und Ketten mangelhaft gesichert (Foto: Polizei)

Eine Funkstreife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld kontrollierte zunächst einen polnischen Sattelzug, der zuvor in der Gemarkung Romrod, auf der A5 in Fahrtrichtung Norden, auffällig geworden war. Die Planen des Sattelanhängers waren durch die Ladung deutlich erkennbar nach außen ausgebeult.

Bei der anschließenden Kontrolle wurde festgestellt, dass der Sattelzug mit ca. 29 t Papier nicht nur stark überladen war, zusätzlich wurde die in Pappkartons auf Paletten übereinander gestapelte Ladung völlig ungesichert befördert. Die Ladung war während der Fahrt bereits verrutscht und drückte in die unvorschriftsmäßig schwachen Aufbauten des Anhängers.

Da eine vorschriftsmäßige Nachsicherung der Ladung nicht möglich war, musste die Weiterfahrt untersagt und eine Umladung auf ein geeignetes Transportfahrzeug angeordnet werden.

Gegen den polnischen Transportunternehmer wird bei der Zentralen Bußgeldstelle des Regierungspräsidiums Kassel ein sog. „Verfallverfahren“ angeregt, bei dem unrechtmäßig erlangte Gewinne veranschlagt und herausverlangt werden können. Im vorliegenden Fall liegt dieser Betrag bei über 2000 Euro.

In direktem Anschluss an die erste LKW-Kontrolle stellte die Funkstreife noch im Bereich der Rastanlage Pfefferhöhe, einen weiteren polnischen Sattelzug fest, der ebenfalls zum Transport der beförderten Ladung nicht verwendet werden durfte.

Auf dem mitgeführten offenen Auflieger mit Einsteckrungen waren ca. 23 t vorgeformte Betonstahlstäbe verladen.

Der beanstandete Sattelanhänger war durch seine Bauart speziell für den Transport von Baustahlmatten konzipiert, für die Beförderung der geladenen Formstahlteile jedoch nicht geeignet. Ungeeignete Ladungssicherungsversuche waren mit durchweg beschädigten Zurrgurten und Ketten durchgeführt worden.

Die Ladung hatte sich auf dem teilweise beschädigten und verölten Ladeboden des Anhängers bereits deutlich erkennbar bewegt und drohte während der Fahrt jeden Moment herabzufallen.

Quelle: Polizeipräsidium Osthessen; presseportal.de/polizeipresse

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