„Logistik bedeutet Wohlstand“

Hessischer Fachverband tagt in Rotenburg/Fulda

Hess. Fachverband hält Mitgliederversammlung in Rotenburg/Fulda ab

Hess. Fachverband hält Mitgliederversammlung in Rotenburg/Fulda ab

Zahlreiche Mitglieder des Hessischen Fachverbandes Güterkraftverkehr und Logistik e.V. hatten sich am 27. Juni zur Jahreshauptversammlung 2015 in Rotenburg eingefunden, um Bilanz zu ziehen und neue Perspektiven auszuloten.

Ihr Vorsitzender Claus Oscar Herzig machte schon in seinen Begrüßungsworten deutlich, welche zentrale Rolle in unserem gut funktionierenden Wirtschaftssystem die Logistik einnimmt. Bei einem aktuellen Wachstum von 1.9 – 2,1 Prozent sei man auf einem guten Weg, könne tägliche Probleme allerdings nicht schönreden.

Als Ehrengäste begrüßte Claus Oscar Herzig die Hess. Landtagsabgeordneten Jürgen Lenders, FDP, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Uwe Frankenberger, wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Beide Landespolitiker unterstrichen in ihren Grußworten die Bedeutung des Transportgewerbes. Gesetzgeber und Verbände müssten da an einem Strang ziehen, um dem starken Druck auf dem europäischen Markt standzuhalten. Hierzu sei ein partnerschaftliches Miteinander der richtige Weg in die Zukunft.

In einem anschließenden Diskussionsforum, moderiert durch Michael Cordes, Redakteur des Fachmagazins „Verkehrsrundschau“, kamen einige gravierende Probleme zur Sprache, die auch von den Mitgliedern heftig mitdiskutiert wurden:

  • Infrastruktur – 50 Mrd Einnahmen durch Kfz-Steuer, Maut und Benzin/Dieselanteile stehen lediglich 20 Mrd Investitionen in die Verkehrswege (Straßen, Brücken, Parkplätze) gegenüber
  • Kabotageverkehr –  während seit Mai 2010 EU-weit vereinheitliche Kabotagevorschriften gelten, scheint sich hier ein „dynamischer Markt“ zu entwickeln, den es einzudämmen gilt. Auffällig ist, dass deutsche Unternehmer vermehrt verdrängt werden. Hier werden vom Verband und von den Mitgliedern stärkere Kontrollen gefordert
  • Mangel an Fahrern – qualifizierte Fahrer sind am besten über die Ausbildung im eigenen Betrieb zu bekommen
  • IT- Sicherheit – die Mitglieder sind mehr und mehr gefordert, in ihren Betrieben für IT-Sicherheit zu sorgen. Während die Vernetzung für jedermann eine wichtige Geschäfts- und Verkehrsgrundlage darstellt, gewinnt der Schutz der eigenen Daten und Systeme immer mehr an Wichtigkeit
  • Mindestlohngesetz – natürlich schlägt das Mindestlohngesetzt auch auf die Logistikbranche durch

Abschließend gab der Verbandsvorsitzende seinen Mitgliedern noch einige Leitsätze mit auf den Weg:

  • Wir legen Wert auf Wertschätzung unserer Fahrer, unserer Mitarbeiter und unserer Kunden, Firmenpolitik und Betriebsklima sollen unser Leitbild sein
  • Wir dürfen nicht nur gute Fuhrleute sein, wir müssen auch bessere Kaufleute sein
  • Ehrlichkeit, zusammenhalten, zusammenarbeiten
  • Ohne Lkw funktioniert nichts – wir machen Power für die komplette Wirtschaft

>> Immer gut informiert

Quelle: Fachverband, Frankfurt (Main)

>> Verkehrsleistung deutscher Unternehmen

Quelle: Statista GmbH, HH

>> Kabotage

Quelle: BAG, Köln

>> Regeln für Kabotage in Deutschland

Quelle: BMVI, Berlin

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