Lastzug brennt aus – Schwerer Folgeunfall auf der A 66

2 Lkw-Fahrer schwerverletzt, mehr als 600.000 € Sachschaden.

Auffahrunfälle am Stauende haben oft schwerste Folgen für die Fahrer (Foto Archiv Lasiportal).

Zu einem schweren Verkehrsunfall mit 5 beteiligten Lkw kam es vor wenigen Tagen auf der A 66 nahe Neuhof unweit des Fuldaer Autobahndreiecks. Ein in Karlsruhe beheimateter 45-jähriger Lastzugfahrer, der dort in den Abendstunden um 22:40 Uhr unterwegs war, bemerkte während der Fahrt, dass plötzlich Flammen aus seinem Motorraum schlugen. Er reagierte sehr schnell, lenkte seinen Zug auf die Standspur und hängte in dieser Stresssituation sogar noch seinen Anhänger ab. Das Zugfahrzeug stand mittlerweile lichterloh in Flammen und war nicht mehr zu retten. Der mit Metallteilen beladene Transporter brannte völlig aus.

Während POLIZEI, Feuerwehr und Rettungskräfte schnell vor Ort waren, hatte sich binnen kurzer Zeit ein längerer Stau in Richtung Schlüchtern aufgebaut. Genau diese Situation wurde einigen Fahrern wieder zum Verhängnis, und es kam zu einem schweren Folgeunfall, an dem 4 weitere Lkw beteiligt waren.

Ein 49-jähriger Lkw-Fahrer aus dem südhessischen Seligenstadt konnte seinen Transporter am Stauende nicht mehr unter Kontrolle bringen. Mit großer Wucht schob er mehrere vor ihm stehende Sattelzüge zusammen. Ein weiterer von hinten herannahender Laster aus Aschaffenburg prallte ebenso noch in die Unfallstelle.

Am Ende zählten Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte 7 verletzte Personen, davon 2 Schwerverletzte. Der Einsatzleiter vor Ort sprach bei allem Bedauern für die schweren Unfallfolgen der beteiligten Fahrer von „großem Glück“, dass keine Person in den Fahrzeugen eingeklemmt wurde.

Nach Schätzungen der Polizei beläuft sich der entstandene Gesamtsachschaden aller beiden Ereignisse – Lkw-Brand und Verkehrsunfall – auf 620.000 Euro.

Als Fazit der zwei schweren Folgeunfälle am Stauende stellt sich immer die Frage nach dem Verursacher und dessen Fehlverhalten. Auffahrunfälle stehen kausal im Zusammenhang mit überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit oder mit Unachtsamkeit (Ablenkung, Unkonzentriertheit)   und   nicht zuletzt ist es auch für die Polizei nur ein schmaler Grad zu Übermüdung und Sekundenschlaf.

>> Lkw steht auf A66 in Vollbrand
Quelle: Osthessennews, Medienkontor Angelstein, 36041 Fulda

>> Fast 19 Stunden Vollsperrung
Quelle: Radio / Tele FFH GmbH, 61111 Bad Vilbel

 

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