„Toter Winkel“ – EDEKA rüstet gesamte Flotte aus

BGL begrüßt Förder-RiLi des Bundesverkehrsministeriums.

Der klassische Verkehrsvorgang: Lkw biegt rechts ab – Radfahrer fährt geradeaus !

„Toter Winkel“, eine Unfallgefahr, die täglich auf unseren Straßen lauert. Immer wieder kommt es zu Kollisionen zwischen Lkw und Radfahrern, wobei der schwächere Verkehrsteilnehmer immer den Kürzeren zieht. Schwerste oder gar tödliche Verletzungen sind oft die Folge.

Lt Statistik kam es 2015 auf bundesdeutschen Straßen zu 3000 Kollisionen zwischen Lkw und Radfahrern. 700 verletzte Radfahrer und 70 getötete Radfahrer waren zu beklagen. 35 tödlich verletzte Radfahrer kamen bei Abbiegeunfällen mit Lkw ums Leben.

Das lässt Verkehrsplaner und Gesetzgeber aufhorchen und aktiv werden. Abbiegeassistenten wären die Lösung und können diese tragischen Unfälle verhindern.

In Neufahrzeugen (Lkw) werden zwischenzeitlich derartige Abbiegeassistenten verbaut,  große Speditionen, Konzerne und Transportketten gehen mit Eigeninitiative voran. So rüstet beispielsweise die Lebensmittelkette EDEKA ihre gesamte Flotte mit Abbiegeassistenten aus. EDEKA-Technikleiter Anton Knott ist der Initiator. Seine überzeugenden Argumente: „Rund 1000 Euro inklusive Einbau – bei einem Lastzug für 200.000 Euro im Grunde eine Kleinigkeit“.

Auch der BGL begrüßt die derzeitige Entwicklung bei Abbiegeassistenzsystemen. Am 15.10.2018 wurden im Verkehrsblatt des Bundesverkehrsministeriums Empfehlungen für Aus- und Nachrüstungen gegeben. Diese sind Grundlage der zum 01.01.2019 in Kraft tretenden Förderrichtlinie für Abbiegeassistenzsysteme. Der Bund stellt 5 Millionen Euro für geplante 2900 Förderfälle bereit.

Kommentar von Lasiportal:
Ein weiterer guter Schritt zu mehr Verkehrssicherheit

Die Polizei in NRW klärt auf . . .
als toter Winkel wird der Raum bezeichnet, der für den Fahrer trotz Nutzung aller Spiegel und Scheiben nicht einsehbar ist. Dies führt gerade bei Abbiegevorgängen oft zu schweren Verkehrsunfällen, da andere Verkehrsteilnehmer, besonders Fahrradfahrer, nicht gesehen werden,
. . und rät vor allem zum Schulterblick.

Verkehrsprävention – Botschaft macht nachdenklich und soll Wirkung zeigen.

Der Schulterblick muss immer gemacht werden. Er minimiert den Bereich, der ansonsten nicht einsehbar ist. Sowohl beim Fahrstreifenwechsel, aber auch beim Anfahren und selbstverständlich beim Abbiegen ist er unerlässlich. Das gilt natürlich auf für die Radfahrer.

>> Unfallgeschehen und Maßnahmen
Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen – BAST

>> Gut und Günstig – EDEKA vorbildlich
Quelle: Donaukurier

>> Polizei in Münster klärt auf
Quelle: Lasiportal

 

 

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