Trucker betäubt und ausgeraubt

Anscheinend dreister Fall so genannter Parkplatz-Piraterie am 1. April 2010 in Bürstadt

Viele Lkw-Fahrer sind in den vergangenen Monaten das Ziel so genannter Parkplatz-Piraten geworden. Einen besonders dreisten Fall, der in dieses Schema zu passen scheint, schildert jetzt das Polizeipräsidium Südhessen.

Danach war ein niederländischer Lkw-Fahrer am 1. April 2010 mit seinem Sattelzug auf dem Weg nach Biebesheim. Die Ladung bestand aus Leergut. Wegen einer Motorpanne stellte der Mann seinen Lkw in Bürstadt ab, um dort auf Abschleppwagen und Ersatzfahrzeug seiner Spedition zu warten.

Nachdem er den Auflieger abgesattelt hatte, legte er sich in die Schlafkoje. Etwa zwei Stunden später wurde er wieder wach, als sein Fahrzeug von dem mittlerweile eingetroffenen Abschleppwagenfahrer angehoben wurde.

Der Lkw-Fahrer bemerkte, dass er bäuchlings auf dem Bett lag und beide Hände aufdem Rücken gefesselt waren. Sein rechtes Bein war mit dem Sicherheitsgurt umwickelt und dieser am Sitz eingehakt worden. Die Fahrertür war geschlossen, jedoch nicht mehr verriegelt gewesen. Sein Geldbeutel, den er zuvor in der Gesäßtasche einstecken hatte, lag aufgeklappt auf dem Fahrersitz. Es fehlten 75 Euro.

Der Fahrer klagteüber Kopfschmerzen und geht davon aus, dass er mit einem Narkosegas betäubt wurde. Um dies festzustellen wurde eine Blut- und Urinprobe entnommen. Das Fahrzeug wurde zur Spurensicherung sichergestellt.

 

Quelle: Polizeipräsidium Südhessen, Klappacher Straße 145, 64285 Darmstadt

Weitere Infos zu dieser Thematik gibt’s im Lasiportal:

Kampagne gegen Parkplatz-Piraten . . .

Sicherheitsparkplätze sollen kommen . . .

Erster Sicherheitsparkplatz für Lkws . . .

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